Auszeit für MamasWer Mama ist, ist permanent im Einsatz. Auch nachts. Ob als Spielpartnerin, Köchin, Anzieh-Assistentin, Schmerz-Wegpusterin oder Böse-Träume-Vertreiberin. Die ruhigen Minuten sind so selten, wie ein sauberes Kinder-T-Shirt nach dem Spaghetti-Essen. Und wenn sie dann doch da sind, die freien Minuten, Stunden oder sogar Tage, dann wissen wir oft gar nicht, was wir damit anfangen sollen. Endlich das Buch lesen, das schon so lange auf dem Nachttisch wartet! Endlich den Film sehen, den wir nun schon fünf Mal begonnen, aber nie beendet haben! Und während wir noch überlegen, welchem Laster wir nun frönen, welches verschobene Telefonat wir nun endlich führen könnten, meldet sich der Nachwuchs schon wieder geräuschvoll aus dem Mittagsschlaf zurück. Hier also ein paar schnelle Ideen für kleine Fluchten für Mamas im Alltag.

In 5 Minuten

  • In Ruhe einen (Milch-)Kaffee trinken. Oder Früchte in den Mixer schmeißen und einen leckeren Smoothie zubereiten (mögen auch die Kids).
  • Die Augen schließen, auf Terrasse/Balkon/Couch lümmeln, tief durchatmen, gar nichts tun und Ruhe genießen.
  • Eine Power Pose einnehmen und die inneren Kräfte stärken. Sieht witzig aus, funktioniert aber tatsächlich, Beispiele findet ihr hier.

In 30 Minuten

  • Wecker stellen und einen 20-30 minütigen Powernap halten. Macht gute Laune, steigert die Leistungsfähigkeit, beugt Erschöpfung vor und wirkt sich positiv auf das Kurzzeitgedächtnis aus.
  • Pilates-Session einlegen und die Körpermitte, das „Powerhouse“, stärken. Besonders nach der Schwangerschaft mit dem Krümellord tun mir sanfte Bauch- und Rückenübungen gut. Einzelübungen für ausgewählte Körperregionen findet ihr zum Beispiel auf der Brigitte-Website. Ganze Übungsabfolgen liefert der YouTube-Channel HappyAndFitPilates.
  • Lieblingsserie aufnehmen und ansehen. Oder TV-Mediatheken der großen Sender nach Kurzformaten durchstöbern. Ich liebe zum Beispiel die ZDF-Reportage-Serie „37 Grad“. Zuletzt angeschaut und mich oft wiedererkannt in diesem schönen Beitrag übers erste Jahr mit Baby.

In 1 Stunde

  • Raus in die Natur gehen, aufwärmen, Kopfhörer rein und losjoggen. Mein liebster Startsong: „Get Sexy“ von den Sugababes. Textlich nicht ganz ernst zu nehmen … Geht aber in die Beine. Motiviert. Und macht einfach gute Laune.
  • Lesen. Lesen. Lesen. Für die schnelle Lektüre zwischendurch eigenen sich besonders Kurzgeschichten oder Episodenerzählungen. Denn auch bei großen Lesepausen verliert man nie den Faden. Für alle, die – wie ich – schon einmal im Lokaljournalismus gearbeitet haben, empfehle ich das nicht mehr ganz neue, aber witzig-wahre „Die tote Kuh kommt morgen rein. Ein Reporter muss aufs Land“ von Ralf Heimann. Immer wieder lesen kann ich die 1996 erschienenen Kurzgeschichten unter dem Titel „Krik? Krak!“ von Edwidge Danticat. Gleich die erste Short Story, „Children of the Sea“, der US-Schriftstellerin mit haitianischen Wurzeln ist angesichts der Flüchtlingsproblematik heute aktueller denn je.
  • Endlich mal wieder ausführlich mit der besten Freundin telefonieren. Ihr zuhören, von dir erzählen, Pläne schmieden, gemeinsam lachen. Lädt die emotionalen Akkus auf und sorgt für jede Menge positive Energie.
  • Beauty-Behandlung buchen oder Schönheits-Session im eigenen Badezimmer einlegen. Ob Maniküre, Massage oder Makeup-Zauber: Wer viel für andere da ist, darf sich auch mal selbst verwöhnen (lassen).

Was macht ihr, wenn ihr eine Auszeit braucht oder euch selbst etwas Gutes tun möchtet?

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