Muttertag„Und hin und wieder wundert`s mich, daß wir uns fanden – sie und ich.“ – Geht euch das auch manchmal so wie in dem Muttertagsgedicht-Klassiker von Rosemarie Neie? Dass ihr euch fragt, wie ihr eigentlich zu euren Kindern gekommen seid? Durch welche glückliche Fügung auch immer ihr zusammengefunden habt? Mir geht es jedenfalls hin und wieder so. Und deshalb drehe ich zum Muttertag am Sonntag den Spieß einmal um: Und sage meinen beiden Krümeln, wie froh und dankbar ich bin, ihre Mama zu sein.

Denn seit die Krümellady und der Krümellord auf der Welt sind, habe ich eine Menge gelernt. Über das Leben. Über mich selbst. Und darüber, was wirklich zählt. Ein Kind bringt dich automatisch dazu, das eigene Verhalten, Vorgehensweisen, Launen und Lebensentwürfe zu hinterfragen. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben, wie es ist, wenn die Kids das eigene Handeln spiegeln und warum die Vorbildfunktion uns Eltern auch ein kleines bisschen über uns hinaus wachsen lässt.

Einen Fokus finden

Aber Kinder können noch mehr: Sie richten deinen Fokus auf das, was wirklich zählt. Verlagern den Schwerpunkt deines Denkens und Handelns vom Außen ins Innen. Das heißt nicht, dass alle Eltern dadurch zu besseren Menschen werden. Bei Weitem nicht! Aber wir haben einfach ein, zwei oder drei kleine Menschen, die uns permanent daran erinnern, was wichtig ist. Nicht die Spielsachen an sich, sondern dass wir als Eltern auch die Zeit finden, mit an der Duplo-Burg zu schrauben oder die frisch zubereitete Pasta aus der Puppenküche zu kosten. Nicht der hippe Turnkurs, sondern dass wir dabei sind, mit auf der großen Matte hüpfen und hinter unseren Süßen stehen, wenn sie an der Sprossenwand klettern. Nicht der Ausflug in den Zoo, sondern der Moment, in dem eine kleine Hand nach unserer greift, weil der Elefant hinter dem Zaun mit großer Imponiergeste seinen Rüssel schwingt. Im Moment leben. Da sein. Daran erinnern uns unsere Kinder. Gerne auch mal mit Nachdruck.

Jeder Tag ein Muttertag

Und noch etwas können unsere Krümel besonders gut: Sie bringen uns bei, auf uns selbst zu achten. Denn nur wer für sich selbst sorgt, kann das auch für andere tun. Nur wenn ich selbst regelmäßig esse, genug Schlaf bekomme (ok, das erste Babyjahr mal ausgenommen), mir Ruhepausen gönne und meine (geistigen) Akkus auflade, kann ich für meine Kinder die Mama sein, die ich sein möchte. Ausgeruht. Geduldig. Empathisch. Mit einem offenen Ohr. Und offenen Armen. Das gelingt natürlich nicht jeden Tag. Aber meine Kinder erinnern mich jeden Tag aufs Neue daran, wie wichtig es ist, nach Innen zu schauen und auch für mich selbst zu sorgen. Danke, ihr Zwei! Was für ein schönes Geschenk, nicht nur zum Muttertag!

2 comments on “Schönen Muttertag! Warum ich meinen Kindern dankbar bin.”

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