Was beim zweiten Baby anders istSterile Schnuller, unzählige Fan-Fotos und der stets besorgte Blick auf die Babywaage: Ich war eine ganz schön vorsichtige Erstlingsmama als die Krümellady geboren wurde. Kein Wunder, schließlich wollte ich in meiner neuen Mutter-Rolle alles gut und richtig machen. Ich wusste noch nicht, dass es (fast) kein Richtig oder Falsch gibt, wenn es ums Essen, Schlafen, Spielen von Babies geht. Sondern, dass jedes Kind individuell und anders ist. Und es für uns Mütter vor allem darauf ankommt, genau hinzusehen und zu spüren, was das Baby tatsächlich braucht. Jetzt, beim Krümellord, gehe ich viele Dinge gelassener an. Und kann dadurch das Babyjahr noch mehr genießen.

Diese einzigartigen 12 Monate, in denen dein Kind schneller dazulernt, sich schneller verändert als es das jemals danach wieder tun wird. Ich weiß, wie das Wunderwerk Baby „funktioniert“. Ich weiß, ich kann mich auf mein Bauchgefühl verlassen. Der Mehrfach-Mama-Status gibt ganz viel Sicherheit. Woran, du merkst, dass es nicht dein erstes Baby ist: eine kleine Bestandsaufnahme.

  1. Nach der Geburt verlässt du nicht zum erstmöglichen Termin das Krankenhaus. Stattdessen bleibst du noch den angebotenen Extra-Tag und genießt Vollpension, Zimmerservice und die Ruhe mit deinem Neugeborenen.
  2. Du besitzt gerade mal 587 Fotos aus den ersten Lebenstagen. Und nicht die zehnfache Menge.
  3. Du reißt das schlafende Baby nicht mehr sofort aus seiner Autoschale, sobald ihr zu Hause seid. Sondern nutzt die Schlafphase, um schnell etwas zu essen, einmal das Haus zu staubsaugen oder selbst ein kurzes Nickerchen zu machen.
  4. Dein Mann „sterilisiert“ den heruntergefallenen Babyschnuller in seinem Wasserglas. Und du bist zu müde, um ernsthaft zu protestieren.
  5. Wenn das Baby brüllt, während du unter der Dusche stehst, springst du nicht mehr tropfnass und mit Schaukrone auf dem Kopf aus dem Bad. Du duscht und trocknest dich flink ab, bevor du nach deinem Kleinen schaust.
  6. Wenn dich jemand fragt, wie alt dein Kind ist, antwortest du nicht wie aus der Pistole geschossen: „15 Wochen. 4 Tage. Und 120 Minuten.“ Stattdessen überlegst du kurz und sagst dann: „Knapp vier Monate.“
  7. Von Babymassage bis Pekip: Du besuchst Mama-Kind-Kurse, um intensive Exklusiv-Zeit mit deinem/deiner Jüngsten zu verbringen. Und nicht vorrangig, um andere Mütter zu treffen. Ehrenwort!
  8. Du liest so gut wie keine Schlaf-, Ess-, Still-, Spiel- oder sonstigen Baby-Ratgeber. Stattdessen versuchst du, dich zu erinnern: Wie war das nochmal beim ersten Kind?
  9. Du fängst beim Zufüttern gleich mit Pastinaken-Brei an. Die Karotten-Flecken bei Baby eins sind dir immer noch als äußerst hartnäckig in Erinnerung geblieben.
  10. Du fragst dich nicht mehr alle zwei Tage, ob dein Baby genug isst und wieviel es wohl zugelegt hat. An den ständig zu eng werdenden Bodies und Stramplern merkst du, dass dein Kleines gut wächst.
  11. Du versuchst erst gar nicht mehr, deinem Kind sein eigenes Bettchen schmackhaft zu machen. Du weißt inzwischen, dass es sinnlos ist, sich gegen nächtlichen Besuch zu wehren.
  12. Du schleppst keine riesengroße, quietschbunte Wickeltasche mehr mit dir herum, die du im hormonellen Überschwang vor der Geburt gekauft hast. Ein kompaktes Stofftäschchen fasst alle nötigen Utensilien und findet unauffällig Platz in deiner Handtasche.

Und ihr anderen Mehrfach-Mamis da draußen: Was habt ihr beim zweiten Baby anders gemacht?

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