Wenn alle gemeinsam krank sindWarum ich euch dieses wunderschöne Foto unseres vollgepackten Medikamenten-Tabletts zeige? Weil es mein Bild der Woche ist. Eine Woche, die ein „erstes Mal“ für mich als Mutter bereit hielt. Allerdings keines der Sorte, die man herbeisehnt. Alle beiden Krümelkids und ich selbst hatten Magen-Darm. Gleichzeitig. Was es heißt, zwei (unvorhersehbar) spuckende, Windeln füllende Kinder zu versorgen, während einem selbst sterbenselend zumute ist, kann sicherlich jeder nachfühlen, der schon mal in einer ähnlichen Situation war. Fieeeeese Geschichte. Ich sag’s euch. Und damit ihr gewappnet seid – sollte es euch und euren Süßen einmal ähnlich ergehen – habe ich kurz aufgeschrieben, was mir durch diese insgesamt drei Krankheitstage geholfen hat: Also, was tun, wenn alle gemeinsam krank sind? Oder anders gesagt: Wenn nichts mehr geht?

1) Den Kinderarzt um Rat fragen.

Der Krümellord spuckte und spuckte. Kein Tee, kein Reisschleim dieser Welt schien zu helfen. Aber darf ein neun Monate altes Baby schon vom Anti-Übelkeits-Sirup nehmen? Ich war verunsichert und tat, was ich in solchen Momenten immer tue: Ich rief den Kinderarzt an und holte die Expertenmeinung ein. Ganz ehrlich: Auch wenn ich mit der Krümellady schon ähnlich Situationen durchgestanden habe und man meinen sollte, ich wüsste, was zu tun ist: Jedes Kind ist anders. Und jedes Kind reagiert anders. Mein Motto: Lieber einmal zu viel beim Kinderarzt nachfragen, als riskieren, dass es euren Süßen unnötig dreckig geht. Mit der richtigen Behandlung erholen sich die Kids schnell. Und euer Arzt des Vertrauens wird es euch nachsehen.

2) Den Partner um Hilfe bitten.

Gehört eigentlich ganz oben auf diese kleine Liste. Denn wenn es den Kids und euch schlecht geht, wer bleibt dann, um die Stellung zu halten? Ganz klar: der Partner, in unserem Fall der Krümelmann. Leider haben bessere Hälften häufig unaufschiebbare Verpflichtungen, die wesentlich dazu beitragen, die ewig nach Nachschub lechzende Familienkasse zu füllen. Hmmm. Fragt trotzdem. Irgendein Kompromiss wird sich finden. In unserem Fall konnte der Krümelmann am frühen Nachmittag ins Home Office wechseln. Das gab mir das schöne Gefühl, ein Backup für den Fall der Fälle zu haben. Und ganz real eine warme, magenschonende Mahlzeit. Denn eine Hühnersuppe hat der Krümelmann nebenbei auch noch für uns gebrüht.

3) Euer Netzwerk mobilisieren.

Freunde, Nachbarn, Familie (falls in der Nähe): Wer fährt ohnehin zum Einkaufen und kann euch die dringend benötigten Bananen oder eine große Flasche Cola mitbringen? Scheut euch nicht, um Hilfe zu bitten. An vorderster Front, bei der Pflege eurer kranken Kids, seid ihr zwar Einzelkämpfer. Aber bei Lagerhaltung und Logistik im Hintergrund dürft ihr euch ruhig unter die Arme greifen lassen. Ich habe außerdem das Glück, eine Kinderkrankenschwester und fast fertig ausgebildete Homöopathin zur Nachbarin zu haben, die für fast jede Lebenslage die passenden Globuli empfehlen kann. Ob man nun diese Art der Medizin befürwortet oder nicht: Mir hat es geholfen. Und ich war froh, sie gefragt zu haben. Aber nicht vergessen: Hilfe beruht immer auf Gegenseitigkeit … Und besonders treue Helfer freuen sich über ein kleines Dankeschön.

4) Auf das Wichtigste konzentrieren.

Nein, ihr müsst nicht mit grünem Gesicht noch die Bügelwäsche erledigen. Oder vom Toilettensitz aus schnell noch das Bad saugen. Nun gut, ich übertreibe … Aber wir Mamas neigen dazu, es jedem und in allem Recht machen zu wollen. Auch noch mit einer schlimmen Gesundheitsplage im Haus. Locker lassen, Mädels! Konzentriert euch auch zwei Dinge: Das Wichtigste, nämlich die Genesung von euren Kids und euch selbst. Und das Nötigste, in unserem Falle, das Waschen von Betten, Handtüchern, Schlafsäcken und sonstiger in Mitleidenschaft gezogener Gegenstände. Alles andere ist für den Moment zweitrangig. Merke: Gesundheit hat auch viel mit einem gesunden (Mittags-)Schlaf zu tun.

5) Den digitalen Babysitter ranlassen.

Ja, das iPad ist kein Kinderspielzeug. Und natürlich, es kann keine persönliche Beschäftigung, kein individuelles, kreatives Spiel ersetzen. Aber wenn ihr mit flauem Magen einfach mal zehn Minuten alleine im Bad verschwinden wollt, dürft ihr ruhig einmal den digitalen Babysitter anschalten. Zumindest, wenn ihr Kindergartenkinder habt, die das Gerät handhaben können und keinen sonstigen Unfug (Martina Hill kennt da ein Beispiel) damit anstellen. Auf YouTube gibt es unzählige kindertaugliche Videos, die euch eine kurze, aber schmerzvoll benötigte Atempause verschaffen. Die Krümellady liebt zum Beispiel die Abenteuer der kleinen Schweinedame Peppa Wutz, die regulär sonntags im KiKa zu sehen ist. Überschaubare Schnitte, eine kindgerechte Sprache, leicht verständliche Handlungen und eine sympathische Protagonistin: Da lass ich mir doch gern eine Doppelfolge (dauert zusammen etwa zehn Minuten) aus dem Ärmel leiern.

Und welche Geheimtipps habt ihr für gesundheitliche Notfälle? Lasst ihr euch auch helfen oder versucht ihr, die Lage allein unter Kontrolle zu kriegen? In jedem Fall wünsche ich euch ein schönes, vor allem gesundes Wochenende! Und lege jetzt – getreut Punkt 4 – nochmal die Beine hoch.

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