Hitverdächtige Eltern SoundtrackGeht es euch auch manchmal so: Die Kinder sind nur eine halbe Stunde aus dem Haus. Und doch fühlt es sich leer an? Kein Spielplatzsand im Eingang, der unter meinen Füßen knirscht. Kein Aufziehauto, über das ich auf dem Weg zum Bad stolpere. Keiner, der in crescendo-artig anschwellender Lautstärke „Mamiiiii, komm schnell her!“ schreit. Aber auch keiner, der „einen großen Kuss, und dann noch einen langen“ von mir verlangt. Keiner, der mit seinen kleinen Händen begeistert in mein Gesicht patscht. Wenn ich Sehnsucht nach meinen Kindern habe, hilft Musik.

Solche Musik, die über und für Kinder geschrieben wurde. Melodien und Texte, die eine persönliche Verbindung herstellen. Ein beispielhafter Kinder-Klassiker ist sicherlich die 80er-Jahre Spendenhymne von Michael Jackson und Lionel Richie: „We are the world, we are the children.“ Tausendmal gehört. Millionenfach verkauft. Aber welche Melodien fallen euch ein? Welche Texte beschreiben, was ihr fühlt, wenn ihr an eure Kinder denkt? Hier kommt mein ganz persönlicher Soundtrack für hitverdächtige Eltern. Natürlich auch bei 8tracks zum Nachhören.

Kinder an die Macht // Herbert Grönemeyer

Klar, Klassiker! Manchmal tut es gut, die Welt aus Kinderaugen zu betrachten. Das Kleine zu sehen. Dem scheinbar Unscheinbaren Aufmerksamkeit zu schenken. Wie Grönemeyer schon singt: „Sie sind die wahren Anarchisten.“

Insomnia // Faithless

Gähhhhhnnn … Ich denke, der Track ist wohl selbsterklärend 😉

Dream a little Dream of me // The Mamas & the Papas

„Stars shining bright above you. Night breezes seem to whisper I love you.“ – Eines der schönsten Liebes- bzw. Schlaf-Lieder, die ich kenne. Vielfach erprobt an der Krümellady.

Applaus, Applaus // Sportfreunde Stiller

„Applaus, Applaus. Für deine Worte. Mein Herz geht auf. Wenn du lachst. Applaus, Applaus. Für deine Art mich zu begeistern. Hör niemals damit auf.“ Als meine Süße sprechen gelernt hat, hatte ich diese Zeilen immer im Hinterkopf. Und ganz ehrlich: Wer wollte nicht Standing Ovations spenden, wenn er das erste Mal „Ma-ma-ma“ hört? Eine Erfahrung, die sich mit dem Krümellord gerade wiederholt.

Here comes the Sun // The Beatles

Weil meine Kinder mein Sonnenschein sind. Und selbstverständlich mein sentimentales Mutterherz zum Schmelzen bringen.

Tears in Heaven // Eric Clapton

Erzählt Claptons eigene Geschichte vom schmerzvollen Verlust seines Sohnes. Und der leisen Hoffnung, irgendwann wieder beisammen zu sein. Und rührt damit an einer Urangst aller Eltern. Traurig schön.

Too Young // Phoenix

Ist das nicht eine der am häufigsten gebrauchten Eltern-Erklärungen: „Nein, dafür bist Du noch zu jung.“ Als Jugendlicher sicherlich ultra-nervig. Heute – in meinem geschätzten Alter – würde ich diese Begründung gerne mal wieder hören: „zu jung“ für irgendetwas zu sein …

Father and Son // Cat Stevens

Dieser vertonte Generationenkonflikt ist ein echter Eltern-Kinder-Klassiker. Mit ein paar wirklich hübschen Altersweisheiten von Cat Stevens (als dieser noch nicht Yusuf Islam hieß). Meine Lieblingszeile: „But take your time, think a lot. Think of everything you’ve got. For you will still be here tomorrow. But your dreams may not.“

Wieder kein Hit // Sportfreunde Stiller

Weil viele Tage mit Kindern so ablaufen, dass man am Abend denkt: „Wieder nicht! Was hab ich mir nicht alles vorgenommen? Und es doch wieder nicht geschafft!“ Dabei ist es doch so viel wertvoller auf das zu schauen, was man getan hat. Im Zweifel nämlich: Zeit verbracht, mit denen, die man liebt. Gibt es Schöneres?

Godspend // Dixie Chicks

Weil unsere Kinder ein Geschenk sind. Alle. Immer. Weil die Dixie Chicks mich an ein großartiges Jahr in Texas erinnern. Und weil diese Songzeilen einfach gute Laune machen: „God bless mommy and match box cars. God bless dad and thanks for the stars“

In diesem Sinne: Dreht die Musik auf! Und kommt gut durch diesen Donnerstag.

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