Zehn Dinge, die den Dezember schön machen Schöne Bescherung! Denke ich nicht erst am 24. Dezember. Sondern täglich auf dem Weg dorthin. Ein Weg, der gepflastert ist mit Keksback-Sessions, Kartenschreib-Marathons, Kinderbastel-Orgien und dem ganzen anderen Glitzer-Puderzucker-Sterne-Kram. Ich liebe ihn. Und ich fürchte ihn. So ist das mit Weihnachten. Wenn der Stress bei euch und die Vorfreude bei den Kids am größten ist, hilft ein Blick auf das, was wirklich zählt. Was den Dezember besonders macht. Schön, speziell und kandiszucker-süß …   

Frischen Ingwer-Minze-Tee trinken. Schmeckt sehr fein. Stärkt die Abwehrkräfte gegen den Dauer-Beschuss mit Kindergarten-Viren. Und ist überdies schnell gemacht: Ein etwa daumengroßes Stück frischen Ingwer abwaschen. Mit Schale in feine Scheiben schneiden und in eine große Tasse füllen. Einen kleinen Bund marokkanische Minze (schmeckt milder als andere Sorten) dazu geben. Alles mit heißem Wasser übergießen und nach Geschmack mit Honig süßen. Etwa zehn Minuten ziehen lassen.

Zehn Dinge, die den Dezember schön machen Mein altes Schlummerle. Und ihr neues Leben als Liebling im Puppen-Kindergarten meiner Tochter. Keine kann so schön mit den Schlafaugen klimpern wie sie. Und wenn ich die von meiner eigenen Mama selbstgenähten Puppenkleidchen in den Händen halte, werde ich ein kleines bisschen sentimental.

Das Krippenspiel am Heiligabend. Das die Krümellady in diesem Jahr erstmals so richtig mitbekommen wird. Auf den harten Holzbänken hocken. Den kleinen Schauspielern zusehen. Hören, wie meine Tochter die Weihnachtslieder mitsingt und -summt. Zur Ruhe kommen. Gibt es einen besseren Start in den Weihnachtsabend als diesen?

Das verschmitzte Lachen meines Sohnes. Wenn er mal wieder meine Treppengeländer-Deko malträtiert hat. Und Tannenzapfen plündert. Oder wahlweise die in Geschenkpapier eingewickelten Lego-Steine aus seinem Adventskalender. Am meisten freut er sich, wenn ich streng schaue und „Nein!“ sage. Denn „Neijjjjjjj“ ist derzeit sein Lieblings-Wort.

Zehn Dinge, die den Dezember schön machen Der silberne Papier-Stern in der Bademantel-Tasche meiner Tochter. Hat das Christkind der Krümellady im Austausch gegen ihren Wunschzettel dagelassen. Als Pfand und Versprechen gleichermaßen. Von Zeit zu Zeit sieht meine Tochter nach, ob der Stern noch da ist. Dreht und wendet ihn in ihren nicht mehr ganz so kleinen Händen. Und fragt sich, ob das Christkind ihre Wünsche am Heiligabend erfüllen wird.

Geschenke einpacken. Geheimnisse hüten. Papier knistern hören. Mit Klebeband und Schleifchen hantieren. Und mich schon jetzt auf die Gesichter meiner Lieben beim Auspacken freuen.

Zehn Dinge, die den Dezember schön machen Frischer Lesestoff auf meinem Nachttisch. Beides Empfehlungen aus dem letzten Bücherspecial der ZEIT: „Zwei Schwestern“ von Dorothy Baker. Deutsche Neuübersetzung des bereits 1962 erschienenen Romans über die Beziehung zweier ungleicher Zwillingsschwestern. Und: „The Empathy Exams“ von Leslie Jamison, die oft als neue Susan Sontag gehandelt wird. Aufsätze und Gedanken zu „einer neuen Kultur der Empfindsamkeit“, schreibt Christopher Schmidt in dieser lesenswerten Rezension.

Ein Abstecher nach Finnland. Nein, nicht um Weihnachts-Elche zu besuchen. Sondern liebe Freunde in ihrem neuen Zuhause. Nach Helsinki reisen. Dorthin, wo es im Dezember gerade mal sechs Stunden lang hell ist. Aber Sonnenbrillen trotzdem zu den wichtigsten Accessoires zählen. Zumindest beim Autofahren. Denn eine tiefstehende Sonne kann ganz schön blenden.

Zehn Dinge, die den Dezember schön machen Mein neuer Lamy Füller. Mit der extra-breiten Schönschrift-Spitze. Mit dem das Weihnachtskarten-Schreiben besonders viel Spaß gemacht hat. Und der selbst eilig zu Papier gebrachten Buchstaben besonders schönen Schwung verleiht.

Zeit mit der Familie verbringen. Nur wir Vier. Weil wir das viel zu wenig machen. Und Zeit eines der wertvollsten Geschenke ist.

Was ist euch im Dezember wichtig, auf was freut ihr euch an den Feiertagen? Ich wünsche euch schon jetzt, dass die Weihnachtssterne für euch funkeln und dass ihr ausgeruht in den Jahresendspurt geht.

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