zwei KinderSeid ihr glücklich und gesund ins neue Jahr gestartet? Ich wünsche es euch! Und drücke euch die Daumen, dass die Euphorie des (Neu-)Anfangs noch eine Weile vorhält. Wie das vergangene Jahr beginnt auch 2016 für uns mit nem Knaller: Der Krümellord feiert seinen Geburtstag. Seinen allerersten, um genau zu sein. Ein Jahr, zwei Kinder. Und so sitze ich hier ein bisschen wehmütig und betrachte Fotos. Eines, das den kleinen Kerl kurz nach der Geburt zeigt. Ein winziges, knautschiges, knittriges, rotgesichtiges, unglaublich niedliches Neugeborenes, eingekuschelt in ein weißes Handtuch. Und eine aktuelle Aufnahme von seiner ersten Geburtstagsfeier: Ein kleiner frecher Kerl mit hellblonden Haaren, der spitzbübisch lachend seinen Mund weit aufreißt und sich lässig-einarmig an seinem Kinderstuhl festhält. Im nächsten Moment wird er in einen der bunten Luftballons beißen, die ich an seinen Sitz gebunden habe. Wäre es nicht so eine schreckliche Floskel, ich würde schreiben: Kinder, wie die Zeit vergeht …

Denn die vergangenen zwölf Monate waren tatsächlich im Nu rum. Vom winzigen Neugeborenen zum handfesten Einjährigen in gefühlt wenigen Wochen. Die Zeit rennt. Was bleibt? Die Erkenntnis, wie wertvoll all diese viel zu kurzen Momente sind. Ein bisschen Wehmut über das (schon wieder) vollendete Babyjahr. Und ganz viel Freude über meine zwei Krümelkids. Denn dass sie einander gut tun, das kann der geneigte Betrachter schon auf den allerersten gemeinsamen Fotos sehen. Auf denen der Krümellord tief schlummernd auf seiner Kuscheldecke liegt. Während die Krümellady andächtig seine kleine Hand festhält. Weil sie selbst gerne ihre Hand gehalten bekommt. Und sicherlich dachte, ihr kleiner Bruder würde das auch mögen. (Mag er eher weniger …)

Aber sei’s drum. Ich hätte nie gedacht, wie viel Spaß meine zwei Kinder einmal miteinander haben würden. Denn ganz ehrlich: Niemand kann den Krümellord so amüsieren, wie seine Schwester.

  • Zum Beispiel, indem sie ihr Gesicht ganz nah vor seines hält und in einer ausgedachten Fremdsprache mit ihm redet.
  • Zum Beispiel, indem sie ihm die Hände reicht und „Brüderchen, komm tanz mit mir“ für ihn sing. Nicht ohne dabei so wild auf und ab zu hüpfen, dass ich inzwischen Angst bekomme, sie könnte ihrem kleinen Bruder die Arme auskugeln. Aber, nein: Er findet’s einfach nur witzig. Und lacht sein herrliches Babylachen.
  • Zum Beispiel, indem sie auf ihn zugerannt kommt und „Nein, Krümellord!“ schreit. Für den Kleinen die schönste Aufforderung, kreischend und glucksend wegzukrabbeln.
  • Zum Beispiel, indem die Krümellady das Licht in ihrem Zimmer runterdimmt und im Halbdunkeln wild von einer Zimmerseite zur anderen flitzt. Während der Lord – gestützt auf sein Rutschauto – hinterherjuckelt.

Aber wie jede Idylle hat auch diese ihre Schattenseiten. Denn seit der Krümellord robben und nicht zuletzt krabbeln kann, dringt er ins Stammrevier der Lady vor. Und bedient sich auch an „ihren“ Spielsachen. Und während seine Schwester erst mit Eintritt in die Kinderkrippe erfuhr, was es heißt, ein Spielzeug wirkungsvoll gegen unliebsame Angreifer zu verteidigen, hat der Krümellord schon mit einem halben Jahr so manche Lektion in dieser Disziplin gelernt. Und zwar so erfolgreich, dass er mittlerweile sogar einzelne Zweikämpfe für sich entscheidet. Was die Krümellady seit Neuestem mit einem: „Lord, du bist ein echter Hosenschisser“, quittiert. Intoniert in bester „Rabe Socke“-Manier natürlich. Ja, seit die Lady in den Kindergarten geht, ist der Umgangston bei uns daheim rauer geworden …

Und wenn ich schon fast verzweifle. Und beschließe, die zwei Streithähne den Nachmittag über in zwei getrennten Zimmern, mit zwei völlig verschiedenen Dingen zu beschäftigen … Ja, dann passiert wieder etwas, für das Pia von „Bis einer heult!“ das schöne Wort „Herzglitzermoment“ erfunden hat: Die Krümellady nimmt ihren kleinen Bruder fest in den Arm (was manchmal ein bisschen aussieht wie Schwitzkasten), drückt ihn an sich und sagt im Brustton der Überzeugung: „Krümellord, du bist mein allerbester Freund.“ Wähhhm! Mitten ins Mutterherz. Schön, dass ich zwei von der Sorte habe. Und sie einander so zugewandt sind – meistens 😉

Und wie ist das bei euch zu Hause: Köpfe einschlagen oder Kuschelmodus oder beides?

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