Worauf ich mich im Frühling freueSeht ihr das? Wie die Sonne den Schnee vor dem Pflanztisch auf unserer Terrasse fast durchsichtig macht. Wie sie an den lange Zeit festen weißen Hauben auf Bäumen und Büschen leckt. Gefrorenes zu Wasser macht. Vereiste Böden aufweicht. Und endlich auch im Süden Deutschlands dem Frühlingserwachen das Startzeichen gibt. Was habe ich dieses Zeichen herbeigesehnt in den vergangenen Wochen! Als alle paar Tage eine ordentliche Lage Neuschnee auf uns herabschwebte. Als der Krümellord Infekt über Infekt aufschnappte. Das Rasseln in seinem Brustkorb zum Dauerton unseres Zusammenlebens wurde. Jetzt ist es also soweit: Es wird Frühling, endlich! Acht Dinge, auf die ich mich in den nächsten Monaten freue.

  • Endlich wieder Spargel essen! Ich gebe zu: Ich konnte nicht widerstehen. Und habe mir schon eine ordentliche Portion grünen Stangenspargel in den Einkaufskorb gepackt. Leider nicht aus heimischem Anbau … Aber mein schlechtes Gewissen hielt sich in Grenzen als ich den Spargel gemeinsam mit Riesengarnelen knusprig gebraten und auf eine duftende Portion Risotto gegeben habe. Hmmmm, so schmeckt der Frühling! Sogar meinem Kleinen hat’s gemundet. Ich bin definitiv bereit für mehr!
  • Unsere hier schon einmal angekündigte Reise nach Finnland nachzuholen. Und zwar dann, wenn die Tage länger werden statt kürzer. Wenn die Ostsee aus tanzenden Wellen, nicht aus glitzerndem Eis besteht. Wenn kleine knubbelige Kinderfüße den hoffentlich schon angewärmten Sand durchpflügen. Was mich direkt zu meinem nächsten Punkt auf dieser Liste bringt …
  • Mein Sohn lernt laufen! Yeah! Momentan sind es noch drei bis vier vorsichtige Schritte bis er sich strahlend in meine Arme, die seines Vaters oder der Krümellady wirft. Aber mit dem selbst Stehen / selbst Gehen beginnt eine völlig neue Zeitrechnung: Endlich muss der kleine Kerl nicht mehr krabbelnderweise die schneematschigen Kindergartenflure putzen, während wir auf die Krümellady warten. Seit dem Frühling kann er selbst bestimmen, welche Richtung er einschlagen, welchem Impuls er folgen will. Ich bin so gespannt, wohin ihn diese kleinen sturen Beinchen noch tragen werden!
  • Ein Familienwochenende im Allgäu, in diesem empfehlenswerten Wellness- und Berghotel. Nicht explizit für Kinder, aber mit tollen Angeboten für selbige: einem Spielzimmer, einem Spielplatz vor Bergpanorama und der Möglichkeit, in einem Baumhaus zu übernachten. Mit im Gepäck: liebe Freunde, gutes Essen, ebensolche Gespräche und viel, viel Zeit in der Natur.
  • Endlich wieder was zu feiern! Die Saison für die ganz großen Feste ist angebrochen: Hochzeiten, Kommunionsfeiern, runde Geburtstage … Anlässe, zu denen die ganze Familie zusammenkommt, alle Lieben um einen rum versammelt sind. Gibt es Schöneres?
  • Die Begeisterung meiner Tochter fürs Osterfest teilen: Zusehen, wie sie in ihrer Puppenküche „Eier auspusten“ spielt. Zuhören, mit welcher Begeisterung sie vom Osterhasen erzählt, und dass man „ganz leise – psssst!“ sein müsse, um ihn niemals zu vertreiben. Mitraten, wenn sie ihr österliches Lieblings-Suchbuch „Ostern auf der Wimmelwiese“ aus dem Regal zieht. Und die kurzen Texte darin aus dem Gedächtnis zitiert. Mithelfen, wenn sie vorschlägt, eine Blume zu basteln, „aber eine schöne für Ostern“. Ja, es ist wahr: Wer an der Kindheit seiner Kleinen teilnimmt, fühlt sich häufig in die eigene Kinderzeit zurückversetzt. Toller Nebeneffekt!
  • Endlich Spielplatz-Wetter, endlich wieder raus aus den Räumen! Zumal mich nach so einer Wintersaison das ungute Gefühl beschleicht, Kinder- und Wohnzimmer seien renovierungsreif. So oft sind Krümelkids & Friends mit Bobbycars, Laufwägelchen und Puppenkinderwagen durch unsere Gänge geflitzt. Und haben dabei veritable Spuren an den Wänden hinterlassen. Noch ist es relativ windig an unserem Lieblingsspielplatz am See. Aber in den frühen Nachmittagsstunden lässt es sich bereits aushalten. Keine Frage, wir kommen jetzt wieder öfter!
  • Strumpfhosen, Mützen, Schals, Schneeanzüge, Daunenjacken – Erfindungen, die Kinder und Eltern gleichermaßen plagen. Kinder lehnen das Winterequipment ab, weil „… zu warm!“ / „… zu kratzig!“ / „… das piekst!“ / „… ich schwitze!“ (Man wähle blindlings eine beliebige Erklärung aus.) Eltern mögen Strumpfhosen und Co. nicht, weil es bei jedem Anziehen gilt, den kindlichen Widerstand zu überwinden. Mit feinster Überredungskunst oder reiner Bestechung – je nach Situation und Gemütszustand. Aber auch diese Diskussionen werden mit jedem Sonnenstrahl der Frühlingssonne weniger. Und statt Sechs-Lagen-Look ist endlich wieder die leichte Frühlingsjacke angesagt. Da fällt die Schwere des Winters noch auf ganz andere Art und Weise von uns ab …

In diesem Sinne: Genießt den Frühling! Und habt ein sonniges, leichtes, genussreiches, vor-österliches Wochenende!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.