Frohe OsternIhr Lieben, ja, es ist soweit: Ostern schaut zum Fenster herein. Oder besser gesagt: hinaus. Wie die Häschen an der Fensterfront des wunderschönen Schlierseer Radspielerhauses. Ich liebe die etwas kitschig-nostalgische Fensterdeko an diesem historischen Wohnhaus. Überflüssig zu erwähnen, dass die Krümellady dort ebenfalls mit Begeisterung durch die Sprossenscheiben blickt. Was uns in den vergangenen Tagen noch bewegt hat. Ein Rückblick.

Gelacht: Über den frechen Hund im „Pettersson und Findus“-Kindertheaterstück. Hebt der Schlingel doch glatt das Bein und „pieselt“ mitten ins Publikum! So sehen Special-Effects für Kindergartenkinder aus: liebenswert einfach, aber wirkungsvoll komisch. Und ja, auch in meinem Alter ist Fäkalhumor offenbar noch ansteckend.

Frohe Ostern

Genascht: Eybel-Eier aus der Waakirchener Schokoladenquelle. Seit Jahren auf Platz eins bei der Familien-Verkostung: „Bayerische Schmankerl“. Außen Zartbitter, innen Nussnougat und Pistazienmarzipan. Schön zum Verschenken. Noch besser zum selber Essen.

Gesehen: Den Film „Nur eine Handvoll Leben“ auf den Mareice, Regentin des wunderbaren Kaiserinnenreichs, hier aufmerksam gemacht hat. Patchwork-Paar mit zwei Kindern freut sich auf das erste gemeinsame Baby. Dann stellt die Frauenärztin bei einem Routine-Check Auffälligkeiten fest. Eine Fruchtwasseruntersuchung bringt das niederschmetternde Ergebnis: Trisomie 18. Die Möglichkeit einer Spätabtreibung steht im Raum. Wie (unterschiedlich) geht das Paar mit dieser Situation um? Welche Entscheidung ist richtig – für das Ungeborene und für die Eltern? Und inwiefern gibt es überhaupt ein „richtig“ oder „falsch“? Was ist Trisomie 18 und wie sieht das (Über-)Leben der Betroffenen aus? Der Film stellt Fragen, die unser Innerstes berühren. Und auf die es glücklicherweise keine pauschalen Antworten gibt. Sehenswert und ergreifend. Bis zum 23. Juni könnt ihr „Nur eine Handvoll Leben“ in der ARD-Mediathek abrufen.

Frohe Ostern

Gekauft: Gleich zwei der Buchempfehlungen aus dem aktuellen ZEIT Literatur-Heft. Juli Zehs neuer Roman „Unterleuten“ erzählt von einer trügerisch verschlafenen Dörflichkeit in Brandenburg, die im Laufe der Erzählung immer mehr dekonstruiert wird. Oder wie es im Klappentext so schön heißt: „Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein.“ Dann nämlich, als eine Investmentfirma sich anschickt, einen Windpark nahe Unterleuten zu bauen. Die bevorstehende Veränderung lässt lange unterdrückte Konflikte zu Tage treten – etwa den zwischen Wendegewinnern und -verlierern oder zwischen zugezogenen Aussteigern und alteingesessenen Dorfbewohnern.

Ebenfalls auf meinen Nachttisch geschafft hat es „Des Tauchers leere Kleider“ von der US-Amerikanerin Vendela Vida. ZEIT-Autor Ronald Düker nennt den Roman eine „neoromantische Gespenstergeschichte“, deren Lektüre dem Leser ein „schauriges Vergnügen“ bereite. Rahmenhandlung: Die Erzählerin wird in Casablanca beklaut. Laptop, Ausweis, Geld und Kreditkarte sind futsch. Und somit alles, was ihre Identität ausmachte. Bei der nächsten Gelegenheit nimmt die Erzählerin den Pass einer anderen Frau an und gibt sich fortan als diese aus. Eine Beklaute, die sich fremde Personalien zu eigen macht – wer ist sie wirklich? Und wovor läuft sie davon? Antworten auf diese Fragen und einen Hinweis, wie mir die Bücher tatsächlich gefallen haben, gebe ich gerne nach der Lektüre

Geschlafen: Wie immer zu wenig 😉

Frohe Ostern

Gesteckt: Weidenkätzchen in die blaue Vase.

Gesungen: Eine personalisierte Version von John Denvers Country Roads. In diesem feinen Tonstudio mit dem klangvollen Namen Art of June in Frankfurt am Main. DAS musikalische Highlight auf dem Junggesellinnenabschied einer lieben Freundin. Denn selbst wenn ihr, wie ich, absoluter Laien-Sänger seid. Einmal vor dem Mikro stehen, auf die anderen hören, Rhythmus und Melodie wirken lassen, die eigene Stimme finden – macht unglaublichen Spaß! Auch wenn ich euch das Ergebnis dieser lustigen zwei Stunden – aus reinem Selbstschutz – leider vorenthalten muss.

Gezahnt: Der Krümellord hat hart daran gearbeitet. Jetzt ist er endlich da: Beißer Nummer neun! Uffff.

Gefreut: Auf den allerersten K(inder)-I(m)-B(ett)-Abend mit meinen Schlierseer Lieblingsmamis. Normalerweise eine zweiwöchentliche Tradition, findet unser Stammtisch in diesem Jahr erstmals zu Ostern statt. Grund: Kinder- und Elternkrankheiten, Stress, Erschöpfung, Frühjahrsmüdigkeit, ihr wisst schon … Deshalb: Es kann nur besser werden, liebe Mädels!

Und ihr: Was hat euch zuletzt beschäftigt? Für die kommenden Feiertage wünsche ich euch eine schokoladeneier-süße und sonnige Zeit mit all den Menschen, die euch am Herzen liegen. Frohe Ostern!

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