ErstlingsmamaBeseeltes Lächeln, strahlende Augen, ein kugeliger Neun-Monats-Bauch: „In freudiger Erwartung“ – so die etwas altertümliche, aber meist durchaus zutreffende Umschreibung für eine Schwangere. Aber was erwartet einen eigentlich, wenn man zum ersten Mal Mama wird? Ich hatte nicht die leiseste Ahnung. Auch wenn ich natürlich den einen oder anderen klugen oder amüsanten Ratgeber vor der Geburt der Krümellady gelesen – oder zumindest ins Regal gestellt – hatte. Jetzt ist eine liebe Freundin hochschwanger. Und ich bin ein bisschen wehmütig, wenn ich daran denke, wie es war, als meine Tochter noch klitzeklein war. Und ich jeden einzelnen Tag absolutes Mama-Neuland betrat.

Liebe Erstlingsmama! Was du noch nicht weißt …

  • dass nichts friedlicher ist als ein schlafendes Baby, das sich in deine Armbeuge kuschelt.
  • wie müde man sein kann. So müde, dass man denkt, den halben Tag durch Wolken zu laufen. Und dass man es trotzdem schafft, noch eine weitere Nacht mit mehr Wachen als Schlafen auszukommen.
  • wie lange es dauern kann, das Haus zu verlassen. Weil das Baby erst die Windel voll hat. Dann doch noch mal trinken will. Und anschließend aufstoßen muss und sich und dich mit Babykotze tauft.
  • wie stark du sein kannst. Wenn es um dein Baby geht.
  • wie ängstlich du sein kannst. Wenn es um dein Baby geht.
  • dass du schon nach einer Woche mit Baby die goldene Treuekarte in der Apotheke angeboten bekommst.
  • dass du vielleicht nie wieder einen Krimi schauen kannst, in dem es um Verbrechen an Kindern geht. Noch nicht mal, wenn deine Lieblings-Tatort-Truppe die Ermittlungen führt.
  • dass dir Kosenamen über die Lippen kommen, bei deren Verwendung du bislang nur genervt die Augen verdreht hast.
  • wie die Prioritäten in deinem Leben sich verschieben. Welche Dinge sich immer wahnsinnig wichtig anfühlten. Und nun in den Hintergrund rücken.
  • dass du mit Baby nie wieder ganz alleine bist. Selbst wenn ihr räumlich nicht beieinander seid. Gedanklich bist du nie mehr ohne dein Kind.
  • dass du deinen Kinderarzt manchmal öfter siehst als deine beste Freundin. So oft, dass du irgendwann aussprichst, was ich neulich dachte: „Ich glaub’, wir haben ein Abo. Und würden es gerne kündigen …“
  • dass Ratgeber oder wohlmeinende Tipps nur eine Orientierung sein können. Weil allein du entscheidest, was richtig für dich und dein Baby ist. Schließlich kennst du euch Zwei am allerbesten.
  • dass dein Partner und du oft „Ein starkes Team“ sein werdet. Es aber auch wichtig ist, dem „Tatsächlich … Liebe“-Gefühl Zeit und Raum zu geben.
  • was Überforderung heißt. Und was man tun kann, um das Gefühl wieder los zu werden.
  • dass du nie wieder „in Ruhe“ krank sein wirst. Weil da immer noch jemand ist, der dich mehr braucht als du selbst Erholung benötigst.
  • wie wichtig es ist, sich Hilfe zu suchen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Und dass man lernen kann, Unterstützung anzunehmen. Auch wenn man – wie ich – immer der Typ „Ich schaff’ das schon selbst!“ war.
  • dass „die gute Mutter“ ein gesellschaftliches Konstrukt ist. Und kein Maßstab, an dem du dich messen lassen musst. Denn du und dein Baby bestimmt, was eure Mutter-Kind-Beziehung gut macht.
  • dass es wohl tut, sich schlafen zu legen, wenn das Baby schläft. Egal, wie die Küche aussieht. Oder wie nachdrücklich der Trockner klingelt.
  • dass Pläne gut sind. Aber es noch besser ist, einen Plan B, C und D zu haben. Denn das Leben mit Kindern birgt so manche Überraschung.

Liebe Erstlingsmama! Was du noch nicht weißt … Was aber ungeheuer wichtig ist: Wie viel Schönes noch vor dir liegt. Und wie reich du beschenkt bist.

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