Oktober-LieblingeIhr Lieben! Der Oktober ist fast zu Ende und auf dem Blog war nicht allzuviel los. Was vor allem daran liegt, dass im echten Leben ganz viel Action bei uns war: Der Krümellord und ich haben eine KiTa-Eingewöhnung mit den üblichen Begleiterscheinungen (Husten, Schnupfen, Fieber) hinter uns. Mein Jüngster hat das Laufen für sich entdeckt. Und damit meine ich nicht, dass er sich tatsächlich selbstständig auf zwei Beinen fortbewegen kann – das ist schon länger eine seiner Lieblingsdisziplinen. Vielmehr geht es darum, dass er seit Kurzem den Buggy verweigert. Lasten durch die Gegend fahren und mal kurz durchatmen, wenn der Kleine drei Minuten im Wagen stillsitzt – diese Zeiten sind (fast) vorbei! Außerdem darf ich meine Kreativität seit zwei Wochen nicht mehr nur hier sondern auch wieder in meinem Beruf als PR-Frau ausleben. Jedes dieser Themen ist selbstverständlich einen eigenen Blog-Eintrag wert. Aber: Da ich das zeitlich nicht auf die Kette bringe, wollte ich euch zumindest meine Oktober-Lieblinge verraten. Was mir diesen Monat Spaß macht … 

Was zum Lesen.

Nein, die US-Präsidentschaftswahl in all ihrer trumpschen Groteskheit wird nicht in Washington, New York oder San Francisco entschieden. Amerika ist ein Flächenstaat und die Fläche entscheidet. Wie, das versucht meine Freundin Rieke, Chefin vom Dienst bei ZEIT ONLINE, im Mittleren Westen der USA herauszufinden. Noch bis zum 8. November reist sie durch Ohios Kleinstädte und Zentren und beschreibt in ihrer lesenswerten Serie Oh Ohio!, wie die amerikanischen Wählern ticken.

Was zum Nachdenken.

Einer der besten Texte zum Lokaljournalismus und seinen Herausforderungen, den ich seit langem gelesen habe: Tragisch, komisch und absolut treffend schreibt Anna Mayr im Ruhrbarone-Blog, „Warum mich der Lokaljournalismus anekelt“. Eine pauschale Antwort auf die selbst gestellten Fragen, weiß die Autorin nicht: „Wie soll man an ein Produkt glauben, in das nicht investiert wird. Wie soll man an einen Job glauben, den andere verlieren oder gar nicht erst bekommen, […]“ Aber zwischen den Zeilen liest man ein amüsiertes und amüsantes Plädoyer für den kleinstädtischen Redaktionsalltag und seine Protagonisten: Lokalpolitiker. Vereinsmitglieder. Verschrobene Historiker. Verkehrspolizisten. Menschen, die vielleicht überhaupt nur noch in einer Landkreisausgab oder einer kleinen Tageszeitung die Möglichkeit bekommen, ihre Geschichte zu erzählen. Im Lokalen eben.

Was zum Anschauen.

Ich liebe documentaries. Reportagen aus dem echten Leben. Deshalb gefällt mir auch die Web-Doku „ECHT WIR. So lebt der Westen.“ des WDR so gut. Für die Reihe filmten Menschen aus Nordrheinwestfalen zwischen 18 und 88 Jahren ihr Leben mit der Handykamera. Herausgekommen sind 20 Videotagebücher mit ganz unterschiedlichen Protagonisten: Abiturientin Hannah, die das Abenteuer in Tansania sucht, Katharina, die früher mal Frank hieß, Elke, die als Au-Pair-Oma nach Malaysia geht, David, der im Rollstuhl Weltmeister werden will. Besonders fasziniert haben mich die Clips von Thor und Maria vom Reise-Blog Sechs Paar Schuhe. Ein Jahr lang mit vier Kindern auf Weltreise gehen – gibt es eine größere Herausforderung?!

Was zum Unterhalten.

Was haben Unternehmerin Dana Schweiger, Entertainerin Ute Lemper, Schauspielerin Nina Bott, der Soap-Star Wilma Elles, Ex-Speerwerferin Christina Obergföll und die ehemalige Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma gemeinsam? Yep, sie alle sind Mütter. Und sie alle haben sich vom Fernsehsender VOX für die Personality Docu „6 Mütter“ mit der Kamera begleiten lassen. Das Format basiert auf dem erfolgreichen israelischen Original „Mothers“. Dieses lebt vom Wechsel zwischen dokumentierten Sequenzen und den gemeinsamen Reflexionen der Teilnehmerinnen über herausfordernde Situationen. Ob die Serie in Deutschland die Diskussion über den Spagat von Müttern zwischen „Nachwuchs, Beziehung, Job […]“ inhaltlich befeuert oder ob es vor allem um den Schlüsselloch-Effekt, also „private Einblicke in das Familienleben der prominenten Mütter“ geht? Ich bin mal positiv gespannt und werde mir zum Sendestart am 8. November einen eigenen Eindruck verschaffen.

Was zum Geniessen.

Diese Kochbuchempfehlung meiner Freundin Nicole (Dankeschön!) ist ganz nach meinem Geschmack: „Ein Fest im Grünen: Vegetarische Köstlichkeiten bunt & gesund“ von Erin Gleeson. Und zwar nicht, weil ich plötzlich zum Fleischverächter geworden wäre. Sondern weil dieses Kochbuch einfach wunderschön illustriert ist – Farbenpracht trifft Opulenz. Gleeson mischt für ihre Rezepte Food- und Landschaftsfotografie mit Zeichnungen aus Wasserfarben und Handlettering. Einen guten Eindruck vom Stil der Amerikanerin bekommt ihr auf ihrem Blog The Forest Feast. Überlege gerade noch, ob ich meiner Tochter die Kinder-Ausgabe („Ein Fest im Grünen für Kinder“) zu Weihnachten schenke oder mir selbst ein Päckchen unter den Tannenbaum lege 😉

Was zum Schmunzeln.

Eine meiner liebsten Traditonen, die immer freitags auf dem Programm stehen: Die Familientweets der Woche lesen, gesammelt von den Bloggern von Familienbetrieb. Denn mal ehrlich: Wer all die kleinen Pannen, Skurrilitäten und witzigen Zitate aus dem Alltag mit Kindern liest, fühlt sich gleich in bester Gesellschaft. Und kann so manches Missgeschick in den eigenen vier Wänden – zumindest im Rückblick – mit Humor betrachten.

Und was hat euch in diesem Monat Spaß gemacht? Was sind eure Oktober-Lieblinge?

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