gute LauneVor ein paar Tagen hat es nochmal geschneit bei uns. So ein richtig nasser, schwerer Papp-Schnee. So schön und schneereich unser Winter im bayerischen Oberland war: Mir reicht’s jetzt! Ich will Grün. Nachdem meine Mama mir erzählt hat, dass im Rheinland schon die Schneeglöckchen aus der Erdkruste spitzen, suche ich auch in unseren Gefilden nach Frühlingsvorboten. Bislang vergeblich. Aber es kann nicht mehr lange dauern … Die sanfte Frühjahrssonne auf dem Gesicht spüren, den Duft der wärmer werdenden Luft einatmen, die Vorfreude auf die Endlich-Wieder-draußen-Saison auskosten. Hach! Was mir bis dahin auch noch gute Laune macht …

Alaaf you – eine Stadt dreht durch: Mittwochabend. Ich hatte noch länger für den Job am Rechner gesessen und schaltete den Fernseher ein, um runterzukommen. – Okay, wir brauchen jetzt nicht darüber reden, dass „TV glotzen“ und „runterkommen“ nicht ganz die ideale Kombi ist. – Jedenfalls stieß ich dabei auf diese sensationelle Karnevalsdoku. Die den echten, kölschen Straßenkarneval zeigt, den ich in meiner bayerischen Heimat manchmal vermisse. Erzählt wird nicht aus der staunenden und vielleicht befremdeten Perspektive des Außenstehenden. Sondern die Jecken selbst haben die (Handy-) Kamera in der Hand und nehmen den Zuschauer mit in den Kosmos Kneipen-Karneval. Und der Dokumentarfilm, zusammengestellt aus mehr als 500 Stunden Bildmaterial, fängt es tatsächlich ein: Dieses unbeschwerte fünfte-Jahreszeit-Gefühl, dieses Jeck sein um des Jecken willen, tanzen zu Musik, die sonst nicht aus dem Kopfhörer kommt, Alltag links liegen lassen, loslassen … Einer der Protagonisten des Films ist übrigens Musiker Clueso, der zum Beispiel mit einem spontanen Freestyle-Rap zu den Beatbox-Rhythmen eines Jugendlichen zu sehen und hören ist. „Alaaf you“, der im vergangenen Jahr als Kinofilm lief, macht einfach gute Laune – und ist noch bis zum 24. März 2017 hier abrufbar.

Girlfriends‘ Guide to divorce: Eine Empfehlung der tollen Stefanie Luxat von Ohhhh Mhhh. Und es stimmt tatsächlich, was Steffi auf ihrem Blog schreibt: Wenn es eine Serie gibt, die das Lebensgefühl von Sex and the City, von Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda in die Jetztzeit transportiert, dann diese. Schräge, bitterböse, schnelle, aber auch berührende Dialoge. Coole Klamotten. Schicke Häuser, schöne Menschen. Und – in diesem Fall – drei (nicht mehr ganz junge) Mädels, die das Leben feiern, auch wenn es ihnen ab und an einen Stolperstein in den Weg legt – und damit ist nicht nur die drohende Scheidung von Hauptdarstellerin und Ratgeber-Autorin Abby gemeint. Eine – mal vom Titelthema abgesehn – durch und durch unterhaltsame Mischung. Also: Liebe R., liebe J., lasst uns HALLO-Pizzen bestellen, ne Flasche Sekt öffnen und den Abend auf der Couch verbringen. So wie zu besten SatC-Zeiten im Studium.

Das Interview mit Positiv-Psychologin Barbara Fredrickson in der aktuellen Ausgabe der „Psychologie“: Positive Gefühle sind Nährstoffe, die uns wachsen lassen, sagt die US-Amerikanerin und Emotionsforscherin. Und beschreibt, warum glücklich sein auch heißt, es sich schön zu machen. Bewusst Dinge zu tun, die uns mit Freude erfüllen, die gute Laune machen. Note to myself: Statt an der To-Do-Liste öfter mal an der To-Feel-(Good-About)-Liste arbeiten!

Das Anti-Mütter-Bashing Gespräch mit meiner Freundin Daphne: Als Frauen und Mamas werden wir sooo oft bewertet – und bewerten uns gegenseitig. Dabei übersehen wir, dass unsere Maßstäbe, das, was in unserem @-home-Kosmos gut funktioniert, noch lange keine Blaupause für das Familienleben anderer ist. Die eine Mama kann ihr Einjähriges eine halbe Stunde im Buggy bespaßen und dabei in Ruhe das Laub im Garten rechen. Die andere Mama muss nur das Wort „Kinderwagen“ erwähnen und ihr Kleinkind fängt an zu strampeln und zu schimpfen. Same same but different. Oder wie meine Freundin Daphne unser Gespräch zusammenfasste: „We are all mothers. We all do our best. We should support each other.“ It’s as simple as that and yet sooo difficult …

Babystimmung atmen. „Schaut mal“, schrieb ich meinen Lieben zu Hause und schickte ein Foto vom Babybegrüßungsbesuch bei meiner Freundin B. Darauf halte ich die kleine süße L. im Arm und strahle in die Kamera. Die Antwort kam in Sekundenschnelle: „Vergiss es“, schrieb der Krümelmann. „Keine Chance!“ Und tatsächlich sind wir mit unseren zwei allerliebsten Krümelkindern mehr als ausgelastet. Dennoch: Der Zauber der ganz Kleinen macht nicht nur gute Laune sondern so richtig Zen. Und demütig: Dieses Atmen, dieses Seufzen und Schnauben und Schmatzen und Händchen rudern, Fäuste ballen, Finger halten. Herrje! „Babyfernsehen“ ist was Tolles. Ganz besonders natürlich in dem Bewusstsein, nicht selbst die Nächte durchwachen, die vollgespuckten Klamotten, nassen Windeln wechseln zu müssen. Nicht mehr selbst 24/7 Anker- und Ruhepunkt und Trost- und Liebespender für ein kleines Menschenkind sein zu müssen. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie es fünf Wochen alte Wunderwesen einfordern.

Und was hat euch und euren Wunderwesen in diesem Monat Freude bereitet? Ich wünsche euch jedenfalls eine volle To-Feel- und eine überschaubare To-Do-Liste.

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