Männleinweg in BayrischzellWillkommen in 2018, ihr Lieben! Ich hoffe, ihr hattet einen ausgezeichneten Jahresstart mit euren Familien und Freunden. Wir haben zwei Wochen gemeinsame Zuhause-Zeit jedenfalls sehr genossen. Nach den vielen kulinarischen Highlights war uns zu Jahresbeginn sehr nach Bewegung. Wie passend, dass der Krümellord mit seinen fast drei Jahren inzwischen auch richtig gut zu Fuß ist – mit den Großeltern als Verstärkung hat er es tatsächlich einmal rund um den Schliersee geschafft. Na gut, vor allem gegen Ende haben wir ihn auch getragen – uff 😉 Wichtig ist jedenfalls immer, dass es nicht langweilig wird unterwegs. Da kam uns der Wendelstein-Männleinweg in Bayrischzell gerade recht. Denn er bietet viele kleine Highlights auf der Strecke – nicht nur die „Männlein“, die als Wegweiser dienen, sondern auch eine Kneipp-Anlage für den Sommer, einen Aussichtsturm, einen Waldlehrpfad und vieles mehr. Kommt ihr ein Stück mit?

Männleinweg in BayrischzellUnser Weg durch Bayrischzell beginnt dort, wo wir auch wieder enden möchten: am Bayrischzeller Kinderspielplatz (Michael-Meindl-Straße, direkt beim Warmfreibad). Hier gibt es gute Parkmöglichkeiten – zumindest, wenn keine Sommersaison ist und der nahegelegene Pool sehr gefragt. Vom Spielplatz aus lauft ihr zurück in Richtung Ortsmitte und über den kleinen Fluss Larchbach. Ihr werdet direkt vom ersten holzgeschnitzten Wendelstein-Männlein im Kurpark begrüßt. Von nun an folgt ihr erst einmal den bunten Figuren. Wir haben unterwegs einen regelrechten Wettstreit daraus gemacht, wer das nächste Männlein entdeckt. Kleiner Tipp: Die pinke Farbe der niedlichen Wegweiser sticht gerade in den kalten Monaten recht dominant aus dem Wintergrau hervor 😉

Männleinweg in Bayrischzell Männleinweg in BayrischzellEntlang des Larchbachs geht es wieder ortsauswärts. In den Sommermonaten ist der Fluss übrigens gut über eine Natursteintreppe erreichbar und eine willkommene Abkühlung für müde Spaziergänger. Ich liebe es, die vielen kleinen Häuschen und Eigenheiten des Ortes zu betrachten. Das fröhliche Hausschild, der urige Schuppen! Hach, ich mag Bayrischzell – auch wenn es wirklich die allerletzte Station der Bayerischen Oberlandbahn ist. Übrigens die perfekte Möglichkeit, ohne Auto anzureisen. Der Bahnhof liegt sehr zentral.

Männleinweg in BayrischzellMännleinweg in Bayrischzell

 

 

 

 

 

Am Ende der Teerstraße könnt ihr einen ersten Blick ins Bergpanorama werfen. Danach klettert ihr über einen Waldpfad bis zum Aussichtsturm oberhalb des Ortes. Der Aufstieg lohnt sich, denn ihr habt einen tollen Blick über den gesamten Ort. Die Krümelkinder sind jedes Mal entzückt, wenn sie von dort oben das Blau des Schwimmbads zwischen all den roten Dächern hervorblitzen sehen. Neben dem Aussichtsturm laden Bänke und ein kleines Holzhäuschen zum Rasten ein.

Männleinweg in Bayrischzell

Im Anschluss führt der Weg über einen sogenannten Totholz-Steig. Er ist vor allem für Kinder ab Schulkindalter spannend und erklärt das natürliche Öko-System des Waldes. Es gibt Infotafeln zu Moosen und Flechten, tierischen Baumbewohnern, dem Lebenskreislauf von Bäumen und vielem mehr.

Männleinweg in Bayrischzell Männleinweg in Bayrischzell

Männleinweg in Bayrischzell

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss führt der Pfad dann wieder ein Stück bergab bis zu dieser Wegkreuzung. Der eigentliche Männleinweg läuft von hier aus über einen Abenteuerspielplatz an der Grünen Gumpe bis hinauf zum Bergcafé Siglhof in Hochkreuth (toller Platz, auch mit Kindern!). Wir lassen diesen Part aus – zumindest momentan noch – und biegen direkt links ab in Richtung Bayrischzell. Nach etwa fünf Minuten kommt ihr erneut zu einem Hinweisschild. Dort orientiert ihr euch rechts in Richtung Wasserfall. Über einen ziemlich steilen Pfad – Achtung, Nachwuchs gut sichern und begleiten! – gelangt ihr auf eine Brücke direkt über dem rund acht Meter hohen Wasserfall an der Tannermühle.

Männleinweg in BayrischzellMännleinweg in Bayrischzell

 

 

 

 

 

 

 

Auf der einen Seite seht ihr Wasserfall und Tannermühle. Die freistehenden Badewannen gehören übrigens zum wunderschön-rustikalen Dorfbad Tannermühl, in dem ich schon immer einmal vorbeischauen wollte. Denn von dort aus kann man im Sommer tatsächlich im Tauchbecken am Wasserfall plantschen. Ein Ort, der definitiv auf meine Bucket List für 2018 kommt 😉 Auf der anderen Seite könnt ihr dann beobachten, wie das Wasser durch die grünen Gumpen – von der Strömung geschaffene Wasserbecken – braust. Weil man die Gumpen nie ganz aufs Foto bekommt, habe ich hier ein kleines Video für euch aufgenommen.

Männleinweg in BayrischzellVom Wasserfall aus nehmt ihr den Weg zurück und steigt – von den Männlein begleitet – hinunter ins Dorf. Am Warmbad vorbei gelangt ihr ruckzuck zum Spielplatz. Hier kann der Nachwuchs sich noch austoben, klettern, in der Nestschaukel schwingen oder – das Lieblingsgerät unserer Kinder – das Bodentrampolin nutzen.

Je nach individueller Geschwindigkeit und „Verweildauer“ benötigt ihr für den Spaziergang über den Männleinweg in Bayrischzell zirka eine Stunde. Geeignet ist der Weg für Kinder ab Kindergartenalter, sie sollten jedoch schon halbwegs sicher und motiviert zu Fuß sein. Kinderwagen können den Weg leider nicht befahren, aber eine Kraxe funktioniert natürlich. Alle Stationen des Männleinwegs im Detail beschreibt dieser Flyer der Alpenregion Tegernsee-Schliersee.

Auf in die Wanderschuhe! Ich wünsche euch großartige Unternehmungen und Erlebnisse mit euren Lieben in 2018.