Kristallwelten WattensRegen, Schnee, Sonnenschein – zu Ostern hatten wir von allem ein bisschen. Wem das April-Wetter das Outdoor-Programm verleidet, dem kann ich einen Ausflug in die Kristallwelten Wattens in Tirol empfehlen. Dort gibt es nicht nur ein Museum, in dem Kristallglashersteller Swarovski seine glitzernden Steinchen spektakulär in Szene setzt. Sondern auch einen tollen Indoor-Kletterturm, in dem sich Klein und Groß auf vier Ebenen austoben können – bei jedem Wetter.

Vom Schliersee aus braucht man rund 90 Minuten mit dem Auto ins österreichische Wattens. Die Swarovski Kristallwelten sind vor Ort gut ausgeschildert, es gibt ausreichend Parkplätze. Betritt man das parkähnliche Gelände, sticht einem sogleich der sogenannte Riese ins Auge. Ein Hügel – gestaltet wie der Kopf eines Riesen – aus dessen Mund ein Wasserfall in die Tiefe rauscht. Nach der Idee von André Heller, der die Kristallwelten 1995 zum 100-jährigen Bestehen der Firma Swarovski schuf, wacht der Riese über eine unterirdische Welt von Schätzen, den sogenannten Wunderkammern.

Kristallwelten Wattens

Kunstvoll inszenierte Glitzersteine

Und tatsächlich ist das Kristallwelten-Museum in den Berg hinein gebaut, der Eingang liegt gleich unterhalb des Wasserfalls. In 16 sogenannten Wunderkammern interpretieren Künstler, Architekten und Designer die bunten Glaskristalle auf ihre individuelle Art und Weise. Ein echter Hingucker ist zum Beispiel das knallbunte „Ready to Love“ mit einer Treppe voller Liebesbotschaften, einem neon-grell erleuchteten Tempel und einem aus unzähligen bunten Glassteinen zusammengesetzten Bild. Die Installation stammt aus der Feder des Stardesigners Manish Arora, der auch als „indischer John Galliano“ bezeichnet wird.

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Eine „Sonne“ aus 2.880 Kristallen

Favorit des Krümellords war die üppig bestückte „Wunderkammer“ des Künstlerduos „Studio Job“: Darin fährt eine elektrische Eisenbahn rund um einen glitzernden weißen Eisberg. Entlang der Bahnstrecke haben Job Smeets und Nynke Tynagel eine bunte, neo-barocke Kristalllandschaft erbaut – mit Miniaturen tatsächlicher Gebäude und Denkmäler. So passiert der Zug unter anderem die New Yorker Freiheitsstatue, dem Londoner Big Ben und die Moskauer Basilius-Kathedrale. Sehenswert auch: „El Sol“, eine der Sonne nachempfundene Kugel aus 2.880 Kristallen. Der mexikanische Künstler Fernando Romero hat sie mit LEDs im Inneren zum Glitzern und Funkeln gebracht. Der Rundgang durch die Wunderkammern endet im Shop des Herstellers Swarovski – der spannend anzuschauen, jedoch mit seinen vielen zerbrechlichen Glasstücken nicht wirklich Kleinkinder-tauglich ist.

Kristallwelten Wattens Kristallwelten Wattens

Wolkenformation aus Kristallen

Wir haben den Einkaufstempel der Kristallwelten Wattens zügig hinter uns gelassen und sind auf Erkundungstour durch die Parklandschaft gegangen. Etwa zur sogenannten Kristallwolke, einer von Andy Cao und Xavier Perrot entworfenen Installation, die aus rund 800.000 handgesetzten Kristallen besteht. Die Glassteinchen sind wie Wolkenformationen über einem Gewässer arrangiert, das wiederum die Lichtreflexe der Kristalle spiegelt. Das beeindruckte selbst den Krümelmann, der allgemein wenig für Glitzer übrig hat 😉

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Schweben und Schwingen im Kletterturm

Weniger Bling-Bling, dafür ganz viel Bewegung steht im Kletterturm aus der Feder des Architekturbüro Snøhetta auf dem Programm: Das Gebäude mit einer Fassade aus 160 einzelnen Glasflächen ist – natürlich! – einem geschliffenen Kristall nachempfunden. Im Inneren können Kinder ab 4 Jahren auf vier Etagen Klettern, Schwingen, Balancieren und Springen. Den Krümellord mit seinen drei Jahren durften wir beim Spielen im Turm begleiten. Zum unkomplizierten Toben erhält jeder Besucher ein Paar Rutschsocken. Damit lassen sich schräge und organisch geformte Ebenen erkunden oder ein vertikales Netz über fast 14 Meter Höhe erklimmen. Es gibt Rutschen, Seilgärten, kleine Trampoline sowie ganz oben im Turm eine Art Spinnennetz: Wer schwindelfrei ist, kann sich dort der Illusion hingeben, über den Köpfen der anderen Besucher zu schweben.

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Bei unserem Ausflug zum Jahresanfang hatten wir übrigens Glück, denn wir konnten beinah die ganze Indoor-Anlage der Kristallwelten Wattens für uns alleine nutzen. Bei großem Ansturm regelt ein Zählsystem den Zugang zum Turm – was gegebenenfalls mit Wartezeiten verknüpft ist, wie Freunde uns berichteten.

Outdoor-Entdeckungen für Kinder

Direkt neben dem Kletterturm gibt es übrigens noch eine Outdoor-Anlage für Kinder, die zum Toben, Klettern und Wasserplantschen einlädt. Wer gerne Verstecken spielt und auf Erkundungstour geht, vergnügt sich im Labyrinth, das André Heller in Form einer Hand gestaltet hat. Da unser Besuch von Dauerregen begleitet wurde, mussten wir diese beiden Programmpunkte leider aussparen.

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Einkehr-Tipp für den Rückweg – die Schwaiger Alm

Nach all den kunterbunten, glitzernden Eindrücken hatte uns Vier der Hunger gepackt. Wir beschlossen, statt über die Autobahn die malerische Strecke entlang des Achensees zurückzufahren und anschließend auf der Schwaiger Alm in Wildbad Kreuth zu rasten. Dort gibt es nicht nur eine gute, bayerisch-deftige Küche, sondern auch ein Spielzimmer für Kinder. (Achtung, Kleinkind-Eltern: Der Eingang liegt direkt neben dem Treppenabgang in den Keller!) Und während Krümellord und Krümellady nach dem Essen die Kinderküche leerräumten, genossen der Krümelmann und ich noch einen Espresso aus der Alm-Küche. Unser persönlicher Lieblings-Glitzer-Moment des Tages 🙂

Eintritt Kristallwelten: Für Kinder von 0 bis 5 Jahren ist der Eintritt in die Kristallwelten in Begleitung eines Erwachsenen frei, von 6 bis 14 Jahren werden 7,50 € fällig. Erwachsene zahlen 19 €. (Stand: April 2018)

Öffnungszeiten: Von September bis Juni haben die Kristallwelten täglich von 8.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet, letzter Einlass: 18.30 Uhr. Während des Sommerfestivals zwischen 1. Juli und 31. August gelten verlängerte Öffnungszeiten, mehr hier: (Stand: April 2018)

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Empfehlungen für Produkte oder Dienstleistungen basieren immer auf meiner persönlichen Meinung und Erfahrung. Sofern Beiträge in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen oder einer Marke entstehen, kennzeichne ich diese Kooperation entsprechend dem Blogger Relations Kodex. Die Swarovski Kristallwelten haben wir auf eigene Initiative besucht, den Eintritt selbst bezahlt.