Kategorie: Eltern

Samstägliches Gedankengewitter: Über Vertrauen.

VertrauenMein Sohn ist ein kleiner Kamikaze. Er klettert aufs Fensterbrett, streckt die Arme in die Höhe, ruft: „Mama, spring!“. Und noch bevor ich bis auf Armeslänge an ihn heranreiche, hüpft er zu Boden. Er springt immer ein kleines bisschen früher ab als mir lieb ist. Aber immer im vollen Vertrauen darauf, dass ich da bin. Ihn auffange. Kindliches Vertrauen – dieses völlig-ohne-Zweifel-auf-einen-anderen-Menschen-einlassen, alternativlos auf das Gegenüber setzen – ist ein Geschenk. Aber auch eine große Verantwortung. (mehr …)

Deine kleine Hand, oder: Gedanken zum zweiten Geburtstag.

Deine kleine HandEs ist schon bald einen Monat her, dass der Krümellord die Kerzen auf seinem Geburtstagstisch ausgep(r)ustet hat. Zwei Jahre ist mein kleiner Junge alt. Und ich kann kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Ein furchtbares Klischee, ich weiß. Und doch so zutreffend. Mein Sohn ist ein Sonnenschein und ein Wutwutzel. Ein Kuschelkind und ein Weltentdecker. Er steht niemals still. Seine kleinen Hände stehen niemals still. Denn es gibt immer etwas zu begreifen, zu ergaunern oder festzuhalten – so fest, dass selbst die Krümellady es nicht zu packen kriegt. Deine eigenwillige kleine Hand … Gedanken zum zweiten Geburtstag. (mehr …)

Frohe Weihnachten! Und: Ein Brief an meine Tochter.

Weihnachten„Pssssst!“, sagte meine Tochter. „Aber nur ganz kurz!“ Denn bevor sie ihren selbstgebastelten Weihnachtsengel bis zum Heiligen Abend im Schrank versteckte, durfte ich schon einmal einen sneak peak darauf erhaschen. „Aber nicht weitersagen!“ – „Nee, bis Weihnachten hat die Mama das längst wieder vergessen, mein Schatz.“ Wir brauchen alle einen Engel. Ein Gefühl, das zuletzt immer wieder präsent war bei mir. Einen, der da ist, der auffängt, der wieder gut macht – was nie wieder gut oder richtig oder ungeschehen zu machen ist. Aleppo. Oder Berlin. Oder ganz nah hier bei uns vor Ort.  (mehr …)

Jetzt entspann dich doch mal! Über die Sprengkraft einer Beschwichtigungsformel.

Entspann dichIch bin ja nicht für Gender-Stereotyping oder Geschlechter-Bashing, liebe Jungs. Aber heute soll es um einen Satz gehen, der bevorzugt von Freunden, Ehemännern, Lebenspartnern und besseren Hälften vorgetragen wird. Behauptet zumindest eine repräsentative Umfrage in meinem (weiblichen) Freundeskreis. Ein Lieblings-Spruch, den euer Gegenüber unter Garantie in den falschen Hals bekommt. Selbst wenn dieser Satz von euch – Ehre-Schwöre! – wirklich gut gemeint ist. Im besten Sinne einer gelungenen Krisenkommunikation also. Aber, Jungs, die Wahrheit ist: Wenn ihr zu uns sagt „Jetzt entspann dich doch mal!“, bewirkt das genau das Gegenteil. ES BRINGT UNS AUF DIE PALME! Warum? Ganz einfach … (mehr …)

Bullshit-Bingo: Elternabend im Kindergarten.

Bullshit-Bingo: Elternabend im KindergartenWenn wir auf Kreuzschmerz-fördernden Mini-Stühlen Platz nehmen. Wenn wir uns als „Mama/Papa von“ vorstellen. Wenn die alles entscheidende E-Frage gestellt wird, nämlich: „Wer will in den Elternbeirat?“ Dann, ja dann ist wieder Elternabend! An sich eine sinnvolle Institution zu Beginn von Kindergarten- und Krippenjahr. Denn wir Eltern bekommen die Gelegenheit, Erzieher und andere Mamas und Papas kennenzulernen – jenseits hastiger Morgengrüße in der Rush-Hour vor der Gruppentüre. In dieser Woche habe ich gleich zwei Elternabende absolviert. Denn nicht nur die Krümellady setzt ihre Kindergarten-Karriere fort, auch der Krümellord macht derzeit erste Schritte in einer wunderbaren Kleinkindgruppe. Falls ihr in den nächsten Tagen und Wochen auch das Vergnügen habt … Oder euch gar mental auf euren allerersten Elternabend vorbereiten möchtet: Hier kommt mein Bullshit-Bingo: Elternabend im Kindergarten. (mehr …)

Lost in Translation. Oder: Hilfe, ich hab den Trend verpasst!

Trend verpasstNeulich im Autoradio: Eine mir unbekannte Band singt: „Ich und mein Holz, ich und mein Holz. Holzi, Holzi, Holz.“ Ich denke: ??? Ein paar Tage später in der WhatsApp-Gruppe meiner Schwiegerfamilie. Die Nichte des Krümelmanns postet einen Link zu diesem YouTube-Video. In der Vorschau-Beschreibung lese ich: „257ers – Holz“. Ich denke: Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich klicke: Ist das nicht dieser merkwürdige Song ausm Radio?! Aber – du liebe Güte! – was will uns dieser Liedtext sagen? Muddi mal wieder lost in translation … Hoffnungslos den Trend verpasst! Warum es gar nicht so schlimm ist, hinterherzuhinken. (mehr …)

Ferien mit Kindern – mein persönliches Erwartungsmanagement. Plus: Sommerpause!

Ferien mit KindernJuhu, die Sommerferien haben begonnen – auch in meiner bayerischen Wahlheimat am Schliersee. Seit dieser Woche bleibt der Kindergarten der Krümellady geschlossen und ich freue mich auf einen ganzen Monat mit meinen zwei Krümelkids. Und natürlich darauf, mal nicht das tägliche rat race zum Kindergarten zurückzulegen, den Ermahnungs- und Anziehmarathon, den ich hier für euch beschrieben habe. Auszuschlafen statt um 8.30 Uhr gestiefelt und gespornt vor der KiGa-Tür zu stehen. Auszuschlafen? Ähm. *Räusper* Nicht ganz – denn, wenn es nach dem Krümellord geht, beginnt der Tag grundsätzlich um 6.00 Uhr morgens. Sind Ferien mit Kindern also gar keine echten Auszeiten? Ich betreibe schon mal Erwartungsmanagement und werfe einen Blick auf Urlaub in Vor-Kinder-Zeiten und Erholungssuche heute. (mehr …)

Lob der Stille. Oder: Geräusche, die ich gerne höre.  

Lob der StilleMit Kindern ist es nie besonders ruhig: Der Krümellord räumt geräuschvoll die Spielküche um und aus. Die Krümellady tanzt eine Choreographie zum voll aufgedrehten Kinderschlager „Zwei kleine Wölfe“. „Ba du ba dum ba dum …“, singt meine Tochter und vollführt eine Art Radschlag auf dem Parkett. „Wräääämmm“, der Krümellord gibt mit seinem neuen Sound-Lenkrad am Rutschauto Gas. Später geht noch ein Glas zu Bruch. Und die Krümellady kriegt einen Wutanfall, weil ich ihre Schuhe schon wieder zu lose gebunden habe. Ruhe? Stille? Schweigen? – Im Alltag mit zwei kleinen Kindern eine Seltenheit. (mehr …)

Als Expats in Finnland: Von neuen Freunden und Heimatgefühlen im Baumarkt.

Expats in FinnlandZieht die Playmobil-Drachenburg mit? Warum reden die alle so komisch hier? Und wie funktioniert Fußball auf Finnisch? – Solche und ähnliche Fragen beschäftigten Yvonne und ihre Familie, als sie vor gut einem Jahr in ein neues Leben als Expats in Finnland aufbrachen. Im ersten Teil der Mini-Serie hat uns Yvonne vom house hunting in Finnland und den Umzugsvorbereitungen erzählt. Heute beschreibt die Personalerin in Elternzeit, wie die ersten Tage im neuen Zuhause in Espoo abliefen, was ihrem Sohn und ihrer Tochter den Start in der KiTa erleichterte und warum man sich nicht darauf verlassen sollte, dass Kinder „sich schon irgendwie verständigen“. (mehr …)

Das erste Jahr Kindergarten: Was wir gelernt haben.

Das erste Jahr KindergartenIhr Lieben, das Kindergartenjahr neigt sich dem Ende zu. Vor Kurzem haben wir Sommerfest in der Einrichtung der Krümellady gefeiert. Es kam mir vor, als wäre es gestern gewesen, als uns zum ersten Mal die Holzfiguren am Zaun begrüßt haben. Dabei ist meine Große schon bald ein Jahr lang Kindergartenkind. – Note to self: Jetzt bloß nicht wehmütig werden! – Ein Jahr, in dem verdammt viel passiert ist. Die Lady, aber auch wir Krümeleltern, verdammt viel gelacht, geklettert, gekämpft, gestreikt, gehustet, gebastelt und gelernt haben. Das erste Jahr Kindergarten: Unsere wichtigsten Erkenntnisse in sieben Punkten. (mehr …)