Kategorie: Kinder

Kindermund: Über „alte Leute“.

Alltagsphänomene aus Kindersicht.Die KiTa der Krümellady feiert den „Aktionstag Musik in Bayern“. Auch Bewohner des örtlichen Altenheims nehmen an der Sing- und Tanz-Veranstaltung mit den Kindern teil. Beim Abholen frage ich die Krümellady: „Und, waren da auch alte Leute dabei, die euch zugeschaut haben?“ „Ja“, antwortet sie. „Lukas* Mama. Und Steffis* Mama.“ (*Namen geändert) *Schluck* Beide Mütter sind in ihren Dreißigern. Genau wie ich. Zähle in der Wahrnehmung meiner Tochter hiermit also offiziell zur Kategorie „alte Leute“. Merkwürdiges Gefühl …


Noch jemand eine Hand frei? Warum ich mich manchmal gerne klonen würde.

Hand freiDa war sie wieder: die Situation, in der ich gerne zwei Paar Hände, vier Paar Augen und den Hals einer Giraffe gehabt hätte. Ja, Mütter kommen schon auf komische Ideen. Zumindest dann, wenn sie mit einem sechs Monate alten Baby und einer quirligen Fast-Dreijährigen im örtlichen Strandbad sind. Und die beiden selbstverständlich immer gleichzeitig meine größte Aufmerksamkeit benötigen. Denn gerade als der fürchterlich zahnende Krümellord seine Windel bis zum Anschlag und darüber hinaus gefüllt hat, meldet auch die Krümellady ein dringendes und unaufschiebbares Bedürfnis an: „Mami, ich muss Pipiiiiiiiii!“ Kann jemand mal schnell einen Doppelgänger für mich herzaubern? Oder zumindest ein zweites Paar Hände? (mehr …)

Die Große und der Kleine: Über Geschwisterliebe.

GeschwisterliebeWarnung! Das hier wird ein Post mit rosaroter Brille. Wer sich gerade über Geschwisterstreit und Eifersuchtsattacken unter Brüdern und Schwestern ärgert, der möge diesen Text getrost wegklicken. Und mich für meine Blauäugigkeit verspotten. Wer aber – wie ich derzeit – miterleben darf, wie rührend es ist, wenn ein Geschwisterpaar zusammenwächst. Wenn sich eine Große und ein Kleiner seit bald einem halben Jahr täglich besser kennenlernen. Und dieses Kennenlernen auf so eine liebevolle Art und Weise zelebrieren, dass einem ganz warm ums gefühlsduselige Mutterherz wird. Wer also solcherlei Empfindungen nachvollziehen kann, der möge sich mit mir freuen und mir meine Illusion nicht rauben. Zumindest die von der wirklich wahren Geschwisterliebe nicht. (mehr …)

Countrykrümel’s Kleinigkeiten: Nina Nana. Schlaflieder aus aller Welt.

Nina Nana. Schlaflieder aus aller Welt. Die Krümellady benötigt Zeit zum Einschlafen. Viel Zeit. Um sie liebevoll vom Tag in die Nacht, vom Wachen ins Schlafen zu begleiten, haben wir unsere festen Rituale: ein Buch lesen, gemeinsam den Tag Revue passieren lassen, kuscheln, kuscheln, kuscheln und nicht zuletzt: eine Einschlaf-CD hören. Besonders ans Herz gewachsen ist uns dabei der Titel „Nina Nana. Schlaflieder aus aller Welt. Erste Reise.“ Und um es gleich vorweg zu sagen: Die CD war eine Empfehlung unserer Freundin Anne, wunderbar-entspannte Mama dreier Kinder und somit absolute Expertin, was kindliche Vorlieben anbelangt. Danke, liebe Anne! (mehr …)

Kindermund: Über Naturphänomene.

Alltagsphänomene aus Kindersicht.Entsetzt stehen die Krümellady und ich vor unserem kleinen Apfelbaum. Eine Horde Raupen hat sich über ihn hergemacht und fast alle Zweige kahlgefressen. „Oh je, da werden wir in diesem Jahr wohl keine Äpfel ernten können“, seufze ich. Die Krümellady zieht eine Schnute: „Da bin ich aber traurig, wenn ich keine Äpfel von meinem Baum pflücken kann.“ Sie überlegt kurz. Dann fällt ihr etwas ein: „Mami, wir kaufen einfach Äpfel im Supermarkt und hängen sie an den Baum, okay?!“

Zum Kindertag: Ein paar Zahlen und eine Bitte.

KindertagAls ich in der Grundschule war, versuchten meine Eltern, mir das Unerklärliche zu erklären: Laut einem UNICEF-Bericht aus dem Jahr 2013 verstirbt alle fünf Sekunden ein kleines Kind. Ich weiß noch, dass ich in unserer Küche stand, immer wieder die Sekunden an meinen Fingern abzählte und die Dimension dieser Aussage mir dennoch völlig unbegreiflich erschien: Ich trinke einen Schluck Wasser – „Jetzt stirbt ein Kind.“ Ich nasche ein Stück vom selbstgebackenen Kuchen – „Jetzt stirbt ein Kind.“ Auch heute, als Erwachsene, vermag ich mir die Zahl – alle paar Sekunden, ein kleines Kind – in letzter Konsequenz kaum auszumalen. Vor allem nicht, wenn ich an meine eigenen Kinder denke. Zum heutigen (Internationalen) Kindertag deshalb ein paar Zahlen und eine Bitte. (mehr …)

Perspektivwechsel: Über mein Vor- und Nach-Kinder-Ich.

Über mein Vor- und Nach-Kinder-IchAm vergangenen Wochenende las ich in der Süddeutschen Zeitung diesen Artikel zum Thema „Urlaub unter Kindern. Wenn Freunde Eltern werden.“ Darin berichtet der Autor höchst unterhaltsam, aber auch mit einer gehörigen Portion Besserwisserei, wie er und seine Partnerin (ohne Kinder) einen Urlaub mit guten Freunden und deren Nachwuchs erlebt haben. Von einigen unnötig klischeebehafteten Seitenhieben auf uns Eltern („Sie erzählen todlangweiliges Zeug […] und verfallen zudem optisch rasend schnell […].“) einmal abgesehen: Der Beitrag erinnert mich an ein sehr ähnliches Urlaubserlebnis. Das mir in der Rückschau allerdings nicht traumatisch erscheint. Sondern mir vielmehr die Unterschiede zwischen meinem Vor- und Nach-Kinder-Ich überdeutlich vor Augen führt. (mehr …)

Gedanken kreisen, Gedankenkreisel. Oder: Wie ich einmal zum Friseur ging.

GedankenkreiselRund vier Wochen nach der Geburt des Krümellords war es soweit: Ich wollte endlich einmal wieder in Ruhe zum Haareschneiden gehen. Mit allem Drum und Dran, versteht sich: Duftshampoo, Kopfmassage und einem Stapel voller Klatschzeitschriften zum Bildergucken. Zwei Stunden Auszeit. Nur für mich. Der Krümelmann übernahm das Kommando zu Hause, einen friedlich schlummernden Krümellord und eine energiegeladene Fast-Dreijährige. Ich positionierte mein Mobiltelefon unterdessen vor der Spiegelfront beim Friseur, prüfte noch einmal den Empfang, schlug die Bunte auf und wartete gespannt, wie der Krümelmann sich schlagen würde. Das erste Mal allein mit beiden Kindern. (mehr …)

Countrykrümel’s Kleinigkeiten: Ein Schwein im Kindergarten.

Buchvorstellung Getestet, gespielt, gelesen, geliebt: In der Rubrik „Countrykrümel’s Kleinigkeiten“ stelle ich euch zukünftig Dinge vor, die mir und uns als Familie das Leben erleichtern und verschönern, uns unterhalten und Freude bereiten. Los geht’s mit einem der absoluten Lieblingsbücher der Krümellady, „Ein Schwein im Kindergarten“, aus der Feder der schwedischen Autorin und August-Strindberg-Preisträgerin Johanna Thydell, mit Illustrationen von Charlotte Ramel.  (mehr …)

Schönen Muttertag! Warum ich meinen Kindern dankbar bin.

Muttertag„Und hin und wieder wundert`s mich, daß wir uns fanden – sie und ich.“ – Geht euch das auch manchmal so wie in dem Muttertagsgedicht-Klassiker von Rosemarie Neie? Dass ihr euch fragt, wie ihr eigentlich zu euren Kindern gekommen seid? Durch welche glückliche Fügung auch immer ihr zusammengefunden habt? Mir geht es jedenfalls hin und wieder so. Und deshalb drehe ich zum Muttertag am Sonntag den Spieß einmal um: Und sage meinen beiden Krümeln, wie froh und dankbar ich bin, ihre Mama zu sein. (mehr …)