Deine kleine Hand, oder: Gedanken zum zweiten Geburtstag.

Deine kleine HandEs ist schon bald einen Monat her, dass der Krümellord die Kerzen auf seinem Geburtstagstisch ausgep(r)ustet hat. Zwei Jahre ist mein kleiner Junge alt. Und ich kann kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Ein furchtbares Klischee, ich weiß. Und doch so zutreffend. Mein Sohn ist ein Sonnenschein und ein Wutwutzel. Ein Kuschelkind und ein Weltentdecker. Er steht niemals still. Seine kleinen Hände stehen niemals still. Denn es gibt immer etwas zu begreifen, zu ergaunern oder festzuhalten – so fest, dass selbst die Krümellady es nicht zu packen kriegt. Deine eigenwillige kleine Hand … Gedanken zum zweiten Geburtstag. (mehr …)

Inauguration Day, oder: Die Lichtblicke sehen – fünf Dinge, die mir gerade Mut machen.

Inauguration DayIhr Lieben, das Jahr ist noch frisch und doch fühle ich mich schon wie „verkatert“. Nicht nur, weil den Krümellord pünktlich zum ersten KiTa-Tag nach den Ferien eine fiese Bronchitis niedergestreckt hat, seine Schwester ihm ins Krankenbett folgte, und wir nur dank meiner eilig angereisten Mama (DANKE!) die Work-Life-Family-Balance einigermaßen halten konnten … Viel mehr zu meinem Kater-Gefühl beigetragen hat aber der gestrige Tag. Inauguration Day. Der Tag, an dem Donald Trump als amerikanischer Präsident vereidigt wurde. Ein beklemmendes Gefühl beschleicht mich, wenn ich daran denke, dass dieser Mann – über dessen vergiftete Rhetorik ich hier schon ausführlich geschrieben habe – die nächsten vier Jahre an der Spitze der Vereinigten Staaten stehen wird. Aber ich mag heute nicht nur meinem Entsetzen und meinen Ängsten Ausdruck verleihen.  (mehr …)

Frohe Weihnachten! Und: Ein Brief an meine Tochter.

Weihnachten„Pssssst!“, sagte meine Tochter. „Aber nur ganz kurz!“ Denn bevor sie ihren selbstgebastelten Weihnachtsengel bis zum Heiligen Abend im Schrank versteckte, durfte ich schon einmal einen sneak peak darauf erhaschen. „Aber nicht weitersagen!“ – „Nee, bis Weihnachten hat die Mama das längst wieder vergessen, mein Schatz.“ Wir brauchen alle einen Engel. Ein Gefühl, das zuletzt immer wieder präsent war bei mir. Einen, der da ist, der auffängt, der wieder gut macht – was nie wieder gut oder richtig oder ungeschehen zu machen ist. Aleppo. Oder Berlin. Oder ganz nah hier bei uns vor Ort.  (mehr …)

Winter in Finnland: Von Schnee, Matsch und Spaziergängen auf der Ostsee.

Winter in FinnlandBald ist es soweit, ihr Lieben! Bald hören wir Bing Crosbys „I’m Dreaming of a White Christmas“ als Dauerschleife im Radio. Und obwohl wir hier am Schliersee schon Anfang November eine gehörige Portion Schnee abbekommen haben: Der erste Adventssonntag versank komplett in Nebel und Dauerregen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass uns Yvonne heute wieder an ihrem Familienleben als Expats in Finnland teilnehmen lässt. Und da darf – ganz klar! – das Thema Winter, Schnee und Kälte nicht fehlen. Wie das Leben bei Tiefsttemperaturen von minus 15 Grad abläuft und wo der Weihnachtsmann seinen „offiziellen“ Wohnsitz hat? Lest selbst, was Yvonne vom Winter in Finnland zu berichten hat. (mehr …)

Rhetorische Eiszeit. Oder: What would Martin say? Gedanken zur US-Wahl.

Gedanken zur US-WahlEs fällt mir schwer, meine Gedanken zu sortieren. Es fällt mir schwer, diese Worte zu schreiben. Denn seit dem vergangenen Dienstag ist klar: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird (vermutlich) Donald Trump sein. Ein Mann, der sich vor allem durch Narzissmus und einen offenen Rassismus profiliert hat. Nicht durch einen soliden politischen track record. Der keinerlei außen- oder innenpolitische Erfahrung besitzt. Dafür aber umso lauter von einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko fantasiert. Ein Mann, dessen sexistische und frauenverachtende Ansichten ihm den gruseligen Twitter-Hashtag #grabthembytheirpussy einbrachten. Dessen populistisches Leitmotiv „Make America great again“ an niedrigste Instinkte appelliert. Nicht an wahre Größe. Was bedeutet die politische Legitimation von Donald Trump? Und vor allem: Welchen Effekt hat seine vergiftete Rhetorik? Gedanken zur US-Wahl. (mehr …)

Meine Oktober-Lieblinge: im Netz, am Herd und auf dem TV-Bildschirm.

Oktober-LieblingeIhr Lieben! Der Oktober ist fast zu Ende und auf dem Blog war nicht allzuviel los. Was vor allem daran liegt, dass im echten Leben ganz viel Action bei uns war: Der Krümellord und ich haben eine KiTa-Eingewöhnung mit den üblichen Begleiterscheinungen (Husten, Schnupfen, Fieber) hinter uns. Mein Jüngster hat das Laufen für sich entdeckt. Und damit meine ich nicht, dass er sich tatsächlich selbstständig auf zwei Beinen fortbewegen kann – das ist schon länger eine seiner Lieblingsdisziplinen. Vielmehr geht es darum, dass er seit Kurzem den Buggy verweigert. Lasten durch die Gegend fahren und mal kurz durchatmen, wenn der Kleine drei Minuten im Wagen stillsitzt – diese Zeiten sind (fast) vorbei! Außerdem darf ich meine Kreativität seit zwei Wochen nicht mehr nur hier sondern auch wieder in meinem Beruf als PR-Frau ausleben. Jedes dieser Themen ist selbstverständlich einen eigenen Blog-Eintrag wert. Aber: Da ich das zeitlich nicht auf die Kette bringe, wollte ich euch zumindest meine Oktober-Lieblinge verraten. Was mir diesen Monat Spaß macht …  (mehr …)

Worauf ich mich im Herbst freue: Inspiration am Schliersee.

Worauf ich mich im Herbst freueLetzte Woche war er schon richtig da: Der Herbst am Schliersee begrüßte uns mit Nebelschwaden überm Wasser, Rauhreif auf den Gräsern und den ersten wässrigen Schneeresten auf der Papiertonne. An einem besonders nebligen und kalten Morgen – übrigens einer meiner vorerst letzten als stay at home mum – schnürte ich die Laufschuhe für eine Runde um den See. Sofort zog mich der Dampf überm Wasser in seinen Bann, das Neblige, Verschleiernde, Geheimnisvolle. Und natürlich musste ich den Versuch unternehmen, diese sehr spezielle Stimmung am See mit der Kamera meines Smartphones einzufangen. Heute deshalb ein schneller Bilder- und Gedankenpost: Worauf ich mich im Herbst freue.  (mehr …)

Jetzt entspann dich doch mal! Über die Sprengkraft einer Beschwichtigungsformel.

Entspann dichIch bin ja nicht für Gender-Stereotyping oder Geschlechter-Bashing, liebe Jungs. Aber heute soll es um einen Satz gehen, der bevorzugt von Freunden, Ehemännern, Lebenspartnern und besseren Hälften vorgetragen wird. Behauptet zumindest eine repräsentative Umfrage in meinem (weiblichen) Freundeskreis. Ein Lieblings-Spruch, den euer Gegenüber unter Garantie in den falschen Hals bekommt. Selbst wenn dieser Satz von euch – Ehre-Schwöre! – wirklich gut gemeint ist. Im besten Sinne einer gelungenen Krisenkommunikation also. Aber, Jungs, die Wahrheit ist: Wenn ihr zu uns sagt „Jetzt entspann dich doch mal!“, bewirkt das genau das Gegenteil. ES BRINGT UNS AUF DIE PALME! Warum? Ganz einfach … (mehr …)

Bullshit-Bingo: Elternabend im Kindergarten.

Bullshit-Bingo: Elternabend im KindergartenWenn wir auf Kreuzschmerz-fördernden Mini-Stühlen Platz nehmen. Wenn wir uns als „Mama/Papa von“ vorstellen. Wenn die alles entscheidende E-Frage gestellt wird, nämlich: „Wer will in den Elternbeirat?“ Dann, ja dann ist wieder Elternabend! An sich eine sinnvolle Institution zu Beginn von Kindergarten- und Krippenjahr. Denn wir Eltern bekommen die Gelegenheit, Erzieher und andere Mamas und Papas kennenzulernen – jenseits hastiger Morgengrüße in der Rush-Hour vor der Gruppentüre. In dieser Woche habe ich gleich zwei Elternabende absolviert. Denn nicht nur die Krümellady setzt ihre Kindergarten-Karriere fort, auch der Krümellord macht derzeit erste Schritte in einer wunderbaren Kleinkindgruppe. Falls ihr in den nächsten Tagen und Wochen auch das Vergnügen habt … Oder euch gar mental auf euren allerersten Elternabend vorbereiten möchtet: Hier kommt mein Bullshit-Bingo: Elternabend im Kindergarten. (mehr …)

Lost in Translation. Oder: Hilfe, ich hab den Trend verpasst!

Trend verpasstNeulich im Autoradio: Eine mir unbekannte Band singt: „Ich und mein Holz, ich und mein Holz. Holzi, Holzi, Holz.“ Ich denke: ??? Ein paar Tage später in der WhatsApp-Gruppe meiner Schwiegerfamilie. Die Nichte des Krümelmanns postet einen Link zu diesem YouTube-Video. In der Vorschau-Beschreibung lese ich: „257ers – Holz“. Ich denke: Kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich klicke: Ist das nicht dieser merkwürdige Song ausm Radio?! Aber – du liebe Güte! – was will uns dieser Liedtext sagen? Muddi mal wieder lost in translation … Hoffnungslos den Trend verpasst! Warum es gar nicht so schlimm ist, hinterherzuhinken. (mehr …)