Werte

In Omas Küche: Fünf Dinge, die ein gutes Weihnachtsessen ausmachen.

in Omas KücheZu Weihnachten werde ich ein bisschen sentimental. Und denke an die Menschen, die ich vermisse. Meine Oma, zum Beispiel, über die ich hier schon einmal geschrieben habe. Ein Weihnachtsfest bei meiner Oma war auch immer eine kulinarische Party. Eine Gelegenheit, bei der sie uns Jahr für Jahr die Essenz guter Küche auf dem Goldrand-Teller servierte: Und damit meine ich nicht ihren herrlich kross-gebratenen Puter, nicht die klassisch blau-weiße Etagere, in der die Plätzchenvorräte nie zur Neige gingen. Ich meine die gelebte Geselligkeit inmitten ihrer kleinen, übervollen Küche. Und das Gefühl der Geborgenheit, das sie uns allen zwischen Serviettenknödeln und Bratendüften, Plätzchentürmen und Käseplatten ganz nebenbei vermittelte. Fünf Dinge, die ein gutes Weihnachtsessen ausmachen – ein Blick in Omas Küche. (mehr …)

Pssst, sie schläft! Wie Kinder mit dem Tod umgehen.

wie Kinder mit dem Tod umgehenVor nicht mal zwei Wochen ist unsere Nachbarin von Gegenüber verstorben. Eine ältere Dame Mitte Achtzig. Eine Künstlerin mit großer Lebensklugheit, einem feinen Humor und einer Unabhängigkeit im Denken und Tun, die sie sich bis zuletzt bewahrt hat. Die Krümelkids mochten unsere Nachbarin, nennen wir sie Henriette. Die Tür zu ihrem üppig begrünten und großzügig mit Blumen bewachsenen Garten ist mit Glöckchen behängt. Jeder Besucher wird umgehend angekündigt – ob er das will oder nicht. Wann immer die Kinder Henriettes Türglocken läuten hörten, wann immer sie Bewegung in ihrem Garten erahnten, rannten sie mit einem neugierigen „Hallo Henriette!“ raus und über die Straße. Nun klingelte es an unserem Gartentürchen. Und Henriettes Mitbewohner und Begleiter der letzten Jahre erzählte, sie sei in der Nacht im Krankenhaus verstorben. Bämmm. Wie verstorben? Wie Kinder mit dem Tod umgehen – ein paar Beobachtungen. (mehr …)

Samstägliches Gedankengewitter: Über Vertrauen.

VertrauenMein Sohn ist ein kleiner Kamikaze. Er klettert aufs Fensterbrett, streckt die Arme in die Höhe, ruft: „Mama, spring!“. Und noch bevor ich bis auf Armeslänge an ihn heranreiche, hüpft er zu Boden. Er springt immer ein kleines bisschen früher ab als mir lieb ist. Aber immer im vollen Vertrauen darauf, dass ich da bin. Ihn auffange. Kindliches Vertrauen – dieses völlig-ohne-Zweifel-auf-einen-anderen-Menschen-einlassen, alternativlos auf das Gegenüber setzen – ist ein Geschenk. Aber auch eine große Verantwortung. (mehr …)