Ein Schwein im KindergartenGetestet, gespielt, gelesen, geliebt: In der Rubrik „Countrykrümel’s Kleinigkeiten“ stelle ich euch zukünftig Dinge vor, die mir und uns als Familie das Leben erleichtern und verschönern, uns unterhalten und Freude bereiten. Los geht’s mit einem der absoluten Lieblingsbücher der Krümellady, „Ein Schwein im Kindergarten“, aus der Feder der schwedischen Autorin und August-Strindberg-Preisträgerin Johanna Thydell, mit Illustrationen von Charlotte Ramel. 

Im Mittelpunkt dieser mit viel Liebe zum Detail illustrierten Bildergeschichte steht das „einsamste Schwein der Welt“. Angelockt von duftenden Zimtschnecken und fröhlichem Füßegetrappel bricht der sympathische Protagonist, das Schwein, aus seinem Gehege aus und besucht den nahegelegenen Kindergarten. Dort trifft es das Mädchen Honighaar, wird eingelassen und als Spielkamerad aufgenommen. In Kinderklamotten gehüllt und somit gut getarnt, erlebt das Schwein einen ganz normalen Kindergartentag, inklusive Herumtollen, Spielkreis, Mittagessen und einem gemeinsamen Mittagsschlaf im Matratzenlager: „So viel Spaß hat das Schwein schon lange nicht mehr gehabt.“

Nie wieder ein einsames Schwein sein

Ein Schwein im Kindergarten

 

Der Ausflug findet jedoch ein jähes Ende, als das Schwein von der Erzieherin namens „Lange Lena“ entdeckt und aus dem Kindergarten rausgeworfen wird: „Tschüs, Kindergarten. Tschüs, Kinder. Tschüs, Spaß.“ Betrübt kehrt das Schwein in sein Gehege zurück und versucht fortan, den Kindergarten zu ignorieren. Aber, keine Angst, am Ende wendet sich alles zum Guten: Das Schwein bekommt überraschend Besuch, die „Lange Lena“ entschuldigt sich und findet einen Kompromiss, wie Kindergartenkinder und Schwein weiterhin gemeinsam spielen können.

Nah an der kindlichen Lebenswelt

Die im Klett Kinderbuch-Verlag erschienene Bildergeschichte erzählt auf anschauliche Weise und mit feinem Humor vom Freunde finden, vom Kindergartenalltag und davon, dass auch Erwachsene mal einen Fehler eingestehen können. Die detailreichen Illustrationen laden kleine Leseratten ein, immer wieder Neues zu entdecken. Der Autorin merkt man an, wie viel Spaß es ihr gemacht hat, kindliche Lieblingsbeschäftigungen aufzugreifen: Lieder brüllen, mit Wasser plantschen oder einmal essen wie ein Schwein – letztere Szene übrigens der Favorit der Krümellady. Auch typisch kindliche Verhaltensweisen greift der Text auf und bietet den kleinen Lesern so die Möglichkeit, sich mit den Figuren zu identifizieren: „Die Kinder kneifen die Augen zu, weil sie nicht sehen wollen, was jetzt passiert. Aber es passiert trotzdem.“

Humorvoller Blick auf die Erwachsenen

Ein Schwein im KindergartenAuch Eltern macht es immer wieder Spaß, „Das Schwein im Kindergarten“ vorzulesen. Nicht zuletzt weil Johanna Thydell unsere Erwachsenen-Denke in der Person der „Langen Lena“ zuspitzt und so humorvoll hinterfragt: „Die Lange Lena sagt, auch wenn Schweine nicht in den Kindergarten dürfen, kann der Kindergarten ja zu dem Schwein kommen. Die Kinder könnten bestimmt ganz viel von ihm lernen. Über Tiere. Und die Natur. Und so.“ „Ein Schwein im Kindergarten“ wird ab drei Jahren empfohlen. Ich habe es der Krümellady schon mit knapp Zwei vorgelesen, was gut funktioniert hat, weil das Buch so nah an kindlichen Lebenswelten spielt und so anschaulich illustriert ist. Ein echter Familienschmöker. Für Kindergartenkinder und solche, die es werden wollen.

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